Wunderbarer Blutmond

Menschen auf der Aussichtsplattform "Tiger and Turtle" in Duisburg beobachten die Mondfinsternis

Wunderbarer Blutmond

  • Viele Menschen in NRW beobachten Mondfinsternis
  • Blutmond verdunkelt sich 103 Minuten lang
  • Bei guten Bedingungen auch andere Planeten sichtbar

Man brauchte kein Fernglas, es reichte das bloße Auge: Der Nachthimmel war sternenklar, sodass sich die totale Mondfinsternis als wunderschönes Naturschauspiel gut beobachten ließ. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Essen herrschte im ganzen Land freie Sicht auf das sehr seltene Himmelsschauspiel.

So erlebte NRW die Mondfinsternis

Um die längste totale Mondfinsternis dieses Jahrhunderts zu beobachten, versammelten sich tausende Menschen in NRW. Viele fotografierten das Spektakel am Nachthimmel auch.

Der blutrote Mond steht neben einer Hausfassade in Köln am Himmel

Als der Mond gegen 21 Uhr am Himmel über Nordrhein-Westfalen erschien, leuchtete er bereits blutrot. Ursache dafür war langwelliges rotes Licht von der Sonne, das in Richtung Mond gelenkt wurde, während kurzwelliges blaues Licht von der Erdatmosphäre absorbiert wurde.

Als der Mond gegen 21 Uhr am Himmel über Nordrhein-Westfalen erschien, leuchtete er bereits blutrot. Ursache dafür war langwelliges rotes Licht von der Sonne, das in Richtung Mond gelenkt wurde, während kurzwelliges blaues Licht von der Erdatmosphäre absorbiert wurde.

Um das Himmelsschauspiel gut sehen zu können, versammelten sich viele Menschen im ganzen Land an freistehenden Orten. Unter anderem war die Hohenzollernbrücke in Köln gut besucht.

Aber auch auf der Duisburger Aussichtsplattform "Tiger and Turtle" fanden sich viele Schaulustige ein, um die Mondfinsternis bei lauen Temperaturen zu beobachten.

Durch den klaren Himmel war die Sicht so gut, dass sich der Mond selbst Beobachtern in der Stadt prominent präsentierte - hier ein Bild aus Düsseldorf.

Aber natürlich war die Sicht auf den Erdtrabanten in weniger dicht bebauten Gegenden noch besser - wie hier in Leverkusen-Schlebusch.

Vor allem für Hobbyfotografen war das Spektakel am Himmel ein willkommenes Motiv. Peter Behrens aus Aachen schoss zum Beispiel diese spektakuläre Aufnahme des Blutmonds über NRW.

Antje Kießler gelang sogar ein Foto mit dem Handy, auf dem nicht nur der Mond, sondern auch der Kölner Dom gut sichtbar ist.

Nikolai Schlüter hielt mit seiner Kamera während der blauen Stunde die Schaulustigen fest, die sich auf der Kölner Südbrücke versammelt hatten.

In Rheindahlen bei Mönchengladbach fing Susanne Schnabel die Zuschauer der Mondfinsternis mit einer Langzeitbelichtung sehr künstlerisch ein.

Und WDR.de-User Klaus Eichelbrenner wurde von dem Schauspiel am Himmel offenbar so inspiriert, dass er die Mondfinsternis zuhause nachbaute - quasi als astronomisches Ereignis für jeden Tag.

Von Bochum beispielsweise aus gesehen schob sich der "Blutmond" schon vollkommen verfinstert, als dunkle rote Kugel über den Horizont. Ab halb elf ließ sich dann sein langsames Auftauchen aus dem Erdschatten beobachten.

Mondfinsternis: Spektakel trotz Wolkendunst

WDR 2 | 28.07.2018 | 03:36 Min.

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Selbst ISS war sichtbar

Auf der Halde Hoheward zwischen Recklinghausen und Herne sahen über Tausend Schaulustige, wie der Vollmond sich im Kernschatten der Erde verdunkelte. Der hundert Meter hohe Aussichtspunkt bot prächtige Ausblicke in jede Richtung: Auf der einen Seite ging die glutrote Sonne unter, auf der anderen stieg der Mond als nur noch schwach leuchtende rote Kugel vom Horizont auf.

Außerdem zeigten sich Planeten wie Venus und Jupiter - und später auch der Mars. Und für gute Beobachter sogar die rastlos die Erde umkreisende Raumstation ISS mit Alexander Gerst an Bord.

Stand: 28.07.2018, 08:48

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