Tod von George Floyd in Minneapolis - Protest-Momente in NRW

Tod von George Floyd in Minneapolis - Protest-Momente in NRW

  • Demo in Köln in Solidarität mit George Floyd
  • Bundesliga-Spieler unterstützen Proteste in USA
  • Gesten und Worte in Gedenken an George Floyd
  • Der Schwarze starb nach brutalem Polizeieinsatz

Die Unruhen in Minneapolis sorgen auch für Proteste in Nordrhein-Westfalen. Vor dem Kölner Hauptbahnhof fand am Montag (01.06.2020) eine Anti-Rassismus-Demo statt, an der laut Polizei rund 40 Menschen teilnahmen.

Sie solidarisierten sich auf Plakaten mit dem Afroamerikaner George Floyd, der nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minnesota (USA) gestorben war. Der Protest verlief friedlich.

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Fußball-Profis setzen Zeichen

Mönchengladbach-Profi Marcus Thuram protestierte während eines Bundesligaspiels. Statt seinen Treffer gegen Union Berlin am Sonntag (31.05.2020) lautstark zu bejubeln, ging der Franzose leise auf den Rasen.

"Gemeinsam kommen wir voran. Gemeinsam verändern wir etwas", schrieb Thuram bei Instagram. Seine Nachricht versah er unter anderem mit den Hashtags #justiceforgeorgefloyd (Gerechtigkeit für George Floyd) und der Bewegung #blacklivesmatter (Schwarze Leben zählen).

Gladbach: Erklärung unnötig

"Keine Erklärung erforderlich", kommentierte Gladbach auf seinem englischsprachigem Twitter-Account. Auf dem deutschsprachigen Kanal der Borussia wurde es als "Besonderer Moment" bezeichnet.

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Colin Kaepernick (M), Quarterback der San Francisco 49ers

Colin Kaepernick (Mitte) 2016

In der Tat ist diese Geste weltweit bekannt. American-Football-Spieler Colin Kaepernick protestierte in dieser Weise vor drei Jahren gegen die Unterdrückung von Schwarzen in den USA.

Politischer Torjubel

Auch Anthony Modeste vom 1. FC Köln zeigte nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:3 gegen RB Leipzig am Montagabend demonstrativ seine helle Innenseite der rechten Hand und die dunkle Außenseite der linken Hand nebeneinander.

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Am Montag (25.05.2020) war ein Schwarzer nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota ums Leben gekommen. Sein Name: George Floyd. Seitdem ziehen in den USA in zahlreichen Städten Menschen auf die Straßen. Die Gewalt eskaliert - vor allem in Minneapolis.

Der Grund: In den Protesten um Floyds Tod spitze sich die derzeit starke Spaltung der Gesellschaft zu, sagte Politologe Josef Janning von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik dem WDR.

Da sei zum einen das weiße, konservative, ländliche, christliche Trump-Amerika. Zum anderen seien da die liberalen, modernen, multikulturellen Eliten aus den Metropolregionen, so Janning. Hinzu kommt die Wirtschaftskrise durch die Corona-Maßnahmen.

Demonstration in Berlin

Demonstriert wird aber auch in Deutschland. Am Samstag (30.05.2020) protestierten Hunderte Menschen vor der US-Botschaft in Berlin.

Und ebenfalls am Samstag drückte Schalke-Profi Weston McKennie in der Partie gegen Werder Bremen sein Gedenken an Floyd mit einer Armbinde aus. Darauf zu lesen: "Justice for George" - Gerechtigkeit für George.

Am Sonntag schloss sich dann Dortmunds Torschütze Jadon Sancho in der Bundesliga-Partie von Borussia Dortmund beim SC Paderborn den Protesten an. Nach seinem Treffer zum 2:0 in der 57. Minute zog der 20 Jahre alte Engländer sein Trikot über den Kopf und zeigte ein Shirt mit der Aufschrift "Justice for George Floyd".

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Stand: 02.06.2020, 11:58

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