Mieten für Studenten in NRW steigen

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Mieten für Studenten in NRW steigen

  • Studentenwohnungen in NRW immer teurer
  • Bis zu 30 Prozent plus seit 2010
  • Köln bei Miete Spitzenreiter in NRW
Kommentare (5)

Zur Diskussion über steigende Mieten für Studenten

Studentenwohnungen in beliebten NRW-Universitätsstädten sind deutlich teurer geworden. In Münster, Köln, Bonn und Aachen sind die Mieten seit 2010 um jeweils gut 30 Prozent gestiegen, im Ruhrgebiet um 16 Prozent.

Das ist allerdings noch kein Vergleich zu Berlin - dort zogen die Mieten um rund 67 Prozent an. Die Zahlen gehen aus dem Studentenwohnpreisindex hervor, den das Instituts der deutschen Wirtschaft Köln am Montag (08.10.2018) vorgestellt hat.

Kölner Durchschnitt: 420 Euro

Allerdings ist die Situation in Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich noch nicht so dramatisch wie etwa in München: Mit 600 Euro im Mittel bezahlen Studenten dort deutschlandweit am meisten, gefolgt von Frankfurt am Main mit 488 Euro im Monat. Etwas günstiger ist es in Köln (420 Euro), im Ruhrgebiet (360 Euro), Bonn (350 Euro) und Münster (338 Euro). Deutlich billiger lässt es sich in Aachen (295 Euro) wohnen.

Kosten sprengen Budget

Was der Mietanstieg für das Leben der Studenten bedeutet, zeigt ein Blick auf ihr Budget: Laut neuester Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks haben Studenten im Monat 918 Euro zur Verfügung. 2012 lag der Durchschnitt noch bei 842 Euro - das Einkommen ist also seitdem nur um rund neun Prozent gestiegen.

Je nach Hochschulstandort geht also zwischen rund einem und zwei Dritteln des Geldes für die eigenen vier Wände drauf.

Hier ist Platz für Ihre Meinung.

Stand: 08.10.2018, 08:51

Kommentare zum Thema

5 Kommentare

  • 5 Visionär 08.10.2018, 17:57 Uhr

    Es gab mal Studentenwohnheime, doch die Politik und einige andere haben sich still und leise aus der Verantwortung geschlichen. Diese Einrichtungen sind ja nicht marktwirtschaftlich, sondern soziale Einrichtungen. Es gab und gibt den Slogan "Bildung für Alle", dann ist verdammt noch mal auch für den entsprechenden Wohnraum zu sorgen! ! ! So gut es ist, dass die Bildung auf einem hohen Niveau ist und auch weiter unterstützt wird. Wir benötigen ebenso gut ausgebildete Handwerker! ! ! Heute gibt es davon leider schon viel zu wenige. und dies liegt nicht an den Verdienstmöglichkeiten, die sind nämlich gut und mit akademischen Gehältern zu vergleichen. Den sozialen Wohnungsbau hat die Politik ebenso vernachlässigt und in kommerzielle Hände gegeben, wie sie sich mit dem Braunkohletagebau blamiert und bei der nächsten Wahl die Quittung bekommt

  • 4 Frank Meier 08.10.2018, 14:33 Uhr

    schon mal was von der Fernuni Hagen gehört? die Gesellschaft ist schliesslich nicht für das Glück des Einzelnen zuständig. Einfach mal die ALternativ sehen. iphone oder Miete - you choose.

    Antworten (1)
    • HaJo Richter 08.10.2018, 17:02 Uhr

      Die Fernuni kann ich empfehlen. Es ändert nichts daran, dass entweder die Mieten runter und/oder die Löhne rauf gehen müssen und das auf breiter Front.

  • 3 Mario Nette 08.10.2018, 12:32 Uhr

    Wo leben wir hier eigentlich? Wann hört diese Hörigkeit dieser Polithansels auf? Diese Mietpreistreiber gehören allesamt aus dem Verkehr gezogen und in den Knast!!

    Antworten (3)
    • Harld Müller 08.10.2018, 14:31 Uhr

      Mario, nur mal so zum Nachdenken - als Vermieter habe ich dank deutscher Gesetzgebung und Richter 0 Möglichkeiten, einen Mieter zu belangen, wenn er den vermieteten Gegenstand beschädigt. Beispiele sind: kaputtes Waschbekcen, lädierte Türen usw. Denn - das sind alles Mietgegenstände, die durch die ach so opulente Miete gedeckt sind. Und wenn bekomme ich mit Müh und Not den Zeitwert von des Mieters Versicherung - so er eine hat - erstattet. Da zahle ich drauf. Deswegen vermiete ich nicht mehr an "Randgruppen" gleich welcher Art - sollen andere den intellektuellen und kulturellen Multi/Kluti durchstehen. In meine Wohnungen kommen nur mehr Mieter, die die Miete selbst verdienen (i.e. keine Transferleistungen, ausser Rente, beziehen); keine Menschen, die ihr Glück daraus ziehen, möglichst viele Menschen aus ihrem Umfeld zu sich zu holen (weil, das kann ich auch nicht verbieten), und die vom kulturellen Hintergrund her noch zu Ordnung und Sauberkeit erzogen wurden. Andere: zu den Grünen!

    • Eigentümer 08.10.2018, 16:26 Uhr

      Die sog. "Intellektuelle Elite" hat ein gewaltiges Problem: Sie schafft es nicht, die Begriffe "Geld", "selbst", "verdienen" und "Eigentum" in einen sinnvollen logischen Zusammenhang zu bringen. Die Beispiele, wie diese "Elite" mit dem Eigentum Anderer umgeht, beginnt in den Wäldern NRWs und endet in Düsseldorf auf der ReGIERungsbank!

    • Sven V. 08.10.2018, 17:48 Uhr

      Hallo Herr Harld Müller, uns ist eins zu eins dasselbe passiert. Eine demolierte Wohnung, aber keine Chance vom Mieter den Schaden bezahlen zu lassen, ein Schaden der die Kaution weit überstieg. Selbst wenn wir vor Gericht Recht bekommen hätten (wir haben's nicht versucht), hätten wir vom Mieter keine Kohle gekriegt, denn: beim Hartz-IV-Empfänger gibt es nichts zu holen! Und: Die größten Wohnungs-Schäden sind immer(!) bei Empfängern von Transferleistungen aufgetreten. Konsequenz: Wir vermieten grundsätzlich nicht mehr an Empfängern von Hartz IV und dergleichen. (abgesehen von BaFöG-Empfängern) Bedauerlich für die ALGII-Empfänger, die sich ordentlich benehmen können.

  • 2 Zahlmeisterfür2Studenten 08.10.2018, 12:20 Uhr

    eigentlich ist genug Wohnraum vorhanden, er ist nur ungleich verteilt. Es gibt sehr viele ältere alleinstehende Menschen, die in ihren viel zu großem Eigenheim oder Eigentumswohnung wohnen und es sich finanziell leisten können, nicht zu vermieten. Dabei wäre es für die Gesellschaft ein großer Vorteil, wenn sich Alt und Jung gemeinsam eine Wohnung teilen würden, gerade die Älteren würden von diesen sozialen Kontakten profitieren und das Vereinsamen verhindert.

    Antworten (2)
    • Brigitte 08.10.2018, 14:36 Uhr

      Da bin ich ganz ihrer Meinung.

    • Gedankenmacher 08.10.2018, 15:45 Uhr

      Ja, dass würden auch viele ältere Menschen machen, wenn die Studenten nicht so einen schlechten Ruf hätten was den Lebenswandel angeht. Partys; Demos; und verschiedene Rauschmittel. Davor haben viele alleinstehende ältere Leute Angst. Warum nehmen die Vermieter am Liebsten einen Jurastudenten; weil sich dieser eine Vorstrafe nicht leisten kann. Es ist nicht die heile Welt der Gutmenschen.

  • 1 hoe'oe 08.10.2018, 11:25 Uhr

    Ich konnte dermaleinst nur deshalb studieren, weil ich zu Hause wohnen konnte. Was aber wiederum nach sich zog, daß mir eines der Studienfächer der nächstgelegenen (ca. 20km) Uni auswählen mußte. Das schränkte die Auswahl etwas ein, was ich jedoch im Nachhinein keineswegs bereue, da mein Wahlfach dort existierte. Aber wir werden wohl dahin zurückkommen müssen, daß die Studienfach- und Uniwahl durch finanzielle Gegebenheiten eingeschränkt ist, und mehr Studenten heimatnah studieren (müssen), und eine eigene Wohnung denjenigen vorbehalten ist, die ihren Abschluß und einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben.

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