Metro will sich nicht unter Wert verkaufen

Firmenschild Metro Group

Metro will sich nicht unter Wert verkaufen

  • Düsseldorfer Handelskonzern Metro lehnt Übernahmeangebot ab
  • Tschechischer Milliardärs hatte 16 Euro pro Aktie geboten
  • Metro am Sonntag: "Erhebliche Unterbewertung"

Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky hatte am Freitag gemeinsam mit seinem slowakischen Kompagnon Patrik Tkac angeboten, den angeschlagenen Lebensmittelkonzern Metro komplett zu übernehmen.

Die Kretinskys Holding EP Global Commerce bietet demnach für die Stammaktien der Metro AG 16 Euro und für die Vorzugsaktien 13,80 Euro. Das entspreche einem Eigenkapitalwert von 5,8 Milliarden Euro.

Metro empfiehlt Aktionären, abzuwarten

Am Sonntag (23.06.2019) reagierte der Düsseldorfer Handelskonzern Metro abwehrend: Das Angebot stelle eine erhebliche Unterbewertung des Unternehmens dar, heißt es in einer veröffentlichten Erklärung.

Der Metro-Vorstand empfahl den Metro-Aktionären, "bis zur Veröffentlichung der begründeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat zum Übernahmeangebot keine Maßnahmen zu ergreifen".

Keine radikalen Einschnitte geplant

Der in Grünwald bei München ansässige Investor EP plant nach eigenen Angaben bei Metro mit seinen rund 146.000 Mitarbeitern keinen radikalen Umbau. Es sei nicht beabsichtigt, die derzeit bestehenden Metro-Märkte in Deutschland zu schließen, heißt es in dem Übernahmeangebot. Auch sollen bestehende Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge in Deutschland nicht gekündigt werden.

Metro verhandelt jetzt mit Käuferkonsortium

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft 09.05.2019 02:53 Min. Verfügbar bis 08.05.2020 WDR 5

Download

Der Homepage der Metro AG ist zu entnehmen, dass EP zuletzt 10,91 Prozent der Aktien des Handelskonzerns gehörten. Durch Aktienkäufe und Kaufoptionen habe sich EP inzwischen bereits den Zugriff auf mehr als 30 Prozent der Anteile gesichert.

Stand: 23.06.2019, 13:07

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen