CDU-Vorsitz: Auch Merz bot Spahn Posten an

Norbert Röttgen, Friedrich Merz, Jens Spahn, Armin Laschet

CDU-Vorsitz: Auch Merz bot Spahn Posten an

  • Duo oder Merz
  • Merz bot Spahn Posten an
  • Diskussion um künftige Ausrichtung

Duo oder Merz? In der CDU gibt es mit Stand Dienstagabend (25.02.2020) drei Optionen für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer:

  • Armin Laschet und Jens Spahn,
  • Norbert Röttgen und noch bekanntzugebende Partnerin sowie
  • Einzelkandidat Friedrich Merz.

Norbert Röttgen hatte seine Bewerbung schon vor ein paar Tagen erklärt und schob heute via Twitter nach: "Die zweite Person in meinem Team wird eine Frau sein".

Absage von Spahn

Im Interview mit der "Aktuellen Stunde" sagte Merz: "Es gab schon in den letzten Tagen Anzeichen dafür, dass Armin Laschet und Jens Spahn versuchen, gemeinsam diesen Weg zu gehen. Das ist in Ordnung. Ich hab mit Jens Spahn auch darüber gesprochen. Er hat sich anders entschieden. Das hab ich nicht zu kritisieren." Zu den Gründen für seine Absage an Friedrich Merz sind noch keine Äußerungen von Jens Spahn bekannt.

Diskussion um künftige Ausrichtung

Sich selbst präsentierte Merz im Interview mit der "Aktuellen Stunde" als Gegenentwurf zu Armin Laschet: "Der entscheidende Punkt ist, dass es einen wirklichen Unterschied zwischen Armin Laschet und mir in der strategischen Ausrichtung der Union gibt. Das ist eine Richtungsentscheidung: Wollen wir weiter so machen wie bisher? (...) Ich will auch ausdrücklich sagen, dass ist kein Bruch mit der Ära Angela Merkel, das ist ein Abschluss und ein Aufbruch nach vorn und den möchte ich gerne verkörpern."

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Merz sprach sich für einen "neuen Generationenvertrag" aus. Es könne nicht sein, das alle Entscheidungen zu Lasten der Jugend getroffen würden. Als Beispiel nannte er die Wirtschafts- und Sozialpolitk.

Laschet umreißt Programm

Laschet umschrieb auf der Pressekonferenz sein Programm: "Wir wollen ein modernes Land sein. Wir müssen zeigen, dass wir aus Kohle und Atomkraft aussteigen können und trotzdem ein Industrieland bleiben." NRWs Ministerpräsident sprach von "null Toleranz gegenüber Kriminellen, aber Weltoffenheit".

"Und wir müssen den Aufstieg durch Bildung wieder möglich machen – unabhängig von der Herkunft der Eltern. Außerdem brauchen wir mehr Europa. Wir waren dann am erfolgreichsten, wenn die kleinen Länder dabei waren. Im aktuellen Coronafall sehen wir, dass der Nationalstaat als einzelner in solchen Fragen überfordert ist", so der Ministerpräsident von NRW.

Stand: 25.02.2020, 18:59

Aktuelle TV-Sendungen