Mehr Motorradunfälle zum Saisonstart

Mehr Motorradunfälle zum Saisonstart

  • Frühlingswetter lockt zahllose Motorradfahrer auf die Straße
  • Seit Jahresbeginn schon 466 verunglückte Fahrer in NRW
  • Viele Biker unterschätzen kurvenreiche Strecken

In den ersten drei Monaten des Jahres ist die Zahl der Motorradunfälle in NRW im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen.

Die Polizei zählte von Januar bis März 466 verunglückte Motorradfahrer, darunter vier Tote, teilte das Innenministerium am Samstag (20.04.2018) mit. 2018 waren es bis zu diesem Zeitpunkt 317 verletzte und fünf Tote gewesen.

Auch im April habe sich die Bilanz nicht verbessert: Allein am ersten Wochenende des Monats kamen bei schweren Motorradunfällen im Land fünf Motorradfahrer ums Leben.

Mehr als 4.000 Biker verunglückten 2018

Im Vorjahr hatte die Polizei eine Zunahme der Motorradunfälle registriert: 4.283 Biker verunglückten auf nordrhein-westfälischen Straßen, 74 davon tödlich. In den drei Jahren davor hatte die Zahl der Unfälle jeweils unter 4.000 gelegen.

Hohes Tempo und Selbstüberschätzung

Zu hohe Geschwindigkeit, mangelnde Kenntnis der Strecken und Selbstüberschätzung sind aus Sicht der Polizei häufige Gründe für schwere Unfälle. Oft seien es Fahrer von außerhalb, die verunglückten, berichtet ein Sprecher der Polizei im Hochsauerland. Dort kamen demnach 2018 drei Viertel aller Unfallopfer nicht aus dem Kreis.

Ins Hochsauerland lockt es bei schönem Wetter viele Biker aus dem Ruhrgebiet oder den Niederlanden. "Viele unterschätzen die lange Anreise oder die anspruchsvollen Strecken", sagte der Sprecher.

Gefährliche Überholmanöver

Ähnliches berichtet die Polizei im Oberbergischen. Sie warnte zum Saisonauftakt in einer Mitteilung vor gefährlichen Überholmanövern und nicht angepasster Geschwindigkeit auf kurvenreichen oder schattigen Straßen.

Stand: 20.04.2019, 08:38

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