Zahl der Radunfälle in NRW-Städten gestiegen

Ein Warndreieck steht an einer Unfallstelle zwischen Fahrrad und LKW

Zahl der Radunfälle in NRW-Städten gestiegen

  • Zahl der Radunfälle in vielen NRW-Städten gestiegen
  • Lange Schönwetterperiode könnte Ursache für Steigerung sein
  • Auch E-Bikes und schlechte Infrastruktur erhöhen Unfallrisiko

Essen, Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Dortmund, Münster und Bielefeld: In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen hat es im vergangenen Jahr mehr Fahrradunfälle als 2017 gegeben. Das geht aus den vorläufigen Unfallstatistiken der Polizeistellen hervor.

Das NRW-Innenministerium registrierte allein in den ersten drei Quartalen insgesamt 14.807 Verkehrsunfälle, an denen Radler beteiligt waren. 62 Radfahrer kamen demnach ums Leben, vier mehr als im Vorjahreszeitraum. Im gesamten Jahr 2017 gab es 16.405 Unfälle mit Rad- und Pedelecfahrern. 71 starben.

In Essen stieg die Zahl der Radunfälle um fast ein Drittel. In Düsseldorf wurden bis einschließlich November 847 Unfälle gezählt, im gesamten Jahr 2017 waren es dort 806. In Dortmund stieg die Zahl der Unfälle mit Radfahrern von Januar bis November auf den höchsten Wert seit 2010, wie die Polizei mitteilte. Acht Radler kamen allein in Köln im vergangenen Jahr ums Leben.

E-Bikes und zu schmale Radwege

Verantwortlich für diese Entwicklung macht die Polizei vor allem das gute Wetter im Sommer: Da seien besonders viele Bürger aufs Rad umgestiegen. Ein weiterer Grund könnte die Zunahme an E-Bikes im Straßenverkehr sein. Nach Angaben des Fahrradclubs ADFC unterschätzen viele Pedelec-Fahrer die Geschwindigkeit, die ihr Rad durch die elektrische Unterstützung erreiche. Häufig handele es sich bei den Nutzern um Senioren.

Dazu komme eine mangelhafte Infrastruktur mit maroden oder zu schmalen Radstreifen, die ein großes Problem für die Sicherheit der Radfahrer sei.

Stand: 05.01.2019, 09:59

Aktuelle TV-Sendungen