Mehr Bombenfunde in NRW als im Vorjahr

Auf einem Verkehrsschild wird auf eine Bombenräumung hingewiesen.

Mehr Bombenfunde in NRW als im Vorjahr

  • 2.138 Bomben in den ersten drei Quartalen gefunden
  • Im gesamten Jahr 2017 waren es 1.946 in NRW
  • Räumungen kosteten das Land 2017 14,8 Millionen Euro

Im vergangenen Jahr 2018 wurden mehr Blindgänger in NRW gefunden als im gesamten Vorjahr. Nach vorläufigen Informationen des Innenministeriums wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres 2.138 Bomben gefunden und entschärft. Im gesamten Jahr 2017 waren es nur 1.946.

Ein Grund für die gestiegene Zahl der Bombenfunde ist demnach die vermehrte Bautätigkeit. Da mehr gebaut werde, werde auch mehr gefunden, sagte Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg.

Mehr Bombenfunde durch Trockenheit

Aber auch das Klima spielt eine Rolle: Durch die anhaltende Trockenheit im Sommer fielen die Wasserstände und brachten häufiger als sonst Kampfmittel zum Vorschein. "Am Rhein gab es temporär in der Zeit vom September bis Oktober 2018 eine erkennbare Erhöhung des Fundaufkommens", teilte das Innenministerium mit.

Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass während des Zweiten Weltkriegs etwa 675.000 Tonnen Sprengstoff auf Nordrhein-Westfalen abgeworfen wurden. "Wie viel davon beim Aufprall nicht detonierten und im Boden liegen, lässt sich kaum sagen", sagte Reul. Die Räumung kostete das Land voriges Jahr 14,8 Millionen Euro.

Bombenfund in Köln – zehntausend Anwohner betroffen Aktuelle Stunde 28.11.2018 02:58 Min. Verfügbar bis 28.11.2019 WDR Von Oliver Köhler

Stand: 02.01.2019, 19:06

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