Mehr Atomtransporte in NRW im vergangenen Jahr

Castor-Behälter

Mehr Atomtransporte in NRW im vergangenen Jahr

  • Zahl der Atomtransporte stieg deutlich an
  • Noch größerer Anstieg bei der transportierten Menge
  • Ziel oder Abfahrtsort meistens Gronau

Während sich die Bevölkerung in der Gewissheit wiegt, dass Deutschland bis Ende 2022 aus der Atomenergie aussteigt, rollen durch Nordrhein-Westfalen alljährlich immer noch Hunderte Atomtransporte. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl sogar deutlich an.

Rund ein Sechstel mehr Atomtransporte

2019 gab es 1436 genehmigungspflichtige Atomtransporte und damit rund ein Sechstel mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Antwort der NRW-Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Wibke Brems, Grünen-Abgeordnete im Landtag, hervor. Die Zahlen wurden am Montag (22.06.2020) publik.

Atomtransporte in NRW
JahrTransporteMenge in TonnenTransit-Transporte
20191.43619.795,79169
20181.24113.728,63169

Die Menge der transportierten radioaktiven Abfälle und Brennelemente nahm im selben Zeitraum sogar um fast ein Drittel zu - auf knapp 20.000 Tonnen. Die Zahl der Transittransporte blieb unverändert.

Hauptverantwortlich: Uranaufbereitungsanlage in Gronau

Für die meisten Transporte war die Uranaufbereitungsanlage in Gronau verantwortlich. Zu den weiteren Zielen oder Abfahrtsorten gehörten die Betriebsstätten Duisburg und Jülich der Gesellschaft für Nuklear-Service, das Forschungszentrum Jülich und das Betriebsgelände Siempelkamp in Krefeld.

Stand: 22.06.2020, 17:10

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