Deutlich weniger Masernfälle in NRW

Junge mit Masern

Deutlich weniger Masernfälle in NRW

  • 209 Masernfälle in NRW bis kurz vor Ende 2018
  • Rückgang im Vergleich zu 2017, aber kein Trend
  • Robert-Koch-Institut weist auf Impflücken hin

Bis einschließlich der 50. Kalenderwoche seien im vergangenen Jahr 209 Masernfälle in Nordrhein-Westfalen bekannt geworden, sagte Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut am Dienstag (08.01.2019) in Berlin. Im gesamten Jahr 2017 waren es dagegen 520.

Mehr als die Hälfte aller Masernerkrankungen in NRW im vergangenen Jahr gab es in Köln: 107. Ein weiterer Schwerpunkt lag mit 36 Erkrankungen in Duisburg.

Schwankungen bei Masernfällen

Von einem positiven Trend will Glasmacher aber nicht reden. Ein Blick auf die mittelfristige Entwicklung der Masernfälle zeige, dass es immer wieder hohe Schwankungen gebe. 2016 habe es zum Beispiel nur 28 Erkrankungen gegeben, 2006 seien es 1.750 gewesen. Ein Grund seien Impflücken bei jungen Erwachsenen, weshalb es immer wieder Ausbrüche gebe.

Tödlicher Ausgang möglich

Masern sind sehr ansteckend und gehen zunächst mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Husten, später auch mit einem charakteristischen Hautausschlag einher. Die Infektion schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen auch tödlich enden.

Masern in Deutschland wieder auf dem Vormarsch WDR aktuell 19.12.2018 02:06 Min. Verfügbar bis 19.12.2019 WDR

Stand: 08.01.2019, 15:36

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