Masern-Impfpflicht mit großen Lücken

Vakcina protiv ospica

Masern-Impfpflicht mit großen Lücken

Von Britta Kuck

  • Bundestag debattiert Entwurf zur Impfpflicht
  • Es drohen Geldbußen bis zu 2.500 Euro
  • Ziel: Impfquote von 95 Prozent

Die Bundesregierung will die Impfpflicht gegen Masern einführen. Am Freitag (18.10.2019) beriet der Bundestag in erster Lesung den Gesetzentwurf. Demnach müssten Eltern ab März 2020 nachweisen, dass ihr Kind geimpft ist, wenn sie es in einer Kita anmelden.

Geldbußen bis zu 2.500 Euro drohen

Eltern, deren Sohn oder Tochter bei der Einschulung nicht zwei Mal geimpft ist, drohen Geldbußen bis zu 2.500 Euro. Denn erst nach der zweiten Impfung ist das Kind gegen die Infektionskrankheit immun.

Masernimpfung: "Mehr Aufklärung statt Pflicht"

WDR 5 Morgenecho - Interview 18.10.2019 05:33 Min. Verfügbar bis 17.10.2020 WDR 5

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Kitas müssen Impfausweise kontrollieren

Die Leiter von Kindertagesstätten werden ab dem kommenden März verpflichtet, die Impfausweise zwei Mal zu kontrollieren. In vielen Kindertagesstätten wie der Aachener Kita Seemöwe oder dem Kindergarten Zauberwald in Titz wird ohnehin schon der Impfausweis bei der Anmeldung kontrolliert.

Ein zweiter Blick in den Impfpass wäre für die Leiterinnen der beiden Einrichtungen kein Problem, sagen sie. Immerhin ginge es um das Wohl aller Kinder.

93 Prozent der Schulkinder gegen Masern immun

Einer Statistik des Robert-Koch-Instituts zufolge haben zwar 97 Prozent der Schulanfänger die erste Masern-Impfung bekommen. Allerdings sind nur gut 93 Prozent auch ein zweites Mal gegen die Masern geimpft worden. Erst wenn 95 Prozent der Menschen in Deutschland gegen Masern immun wären, könnte die Krankheit aussterben.

Große Impflücken bei Erwachsenen

Mit der neuen Impfpflicht erreicht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen Großteil der Erwachsenen allerdings nicht. Und gerade bei ihnen gibt es große Impflücken. In Deutschland wird seit 1970 gegen Masern geimpft. Viele Erwachsene wissen aber nicht, ob sie in der Kindheit geimpft worden sind. Manche haben ihren Impfausweis gar nicht mehr.

Diese Erfahrungen machen viele Hausärzte wie Dr. Hubertus Koenen aus Titz. Für ihn gäbe es eine einfache Lösung: den Impfstatus auf der Versichertenkarte zu speichern, so dass beim Einlesen der Karte in der Praxis sofort sichtbar wäre, ob und wogegen ein Patient geimpft ist.

Kinderärzte fordern Impfregister

Eine Alternative wäre ein nationales Impfregister. Kinder- und Jugendärzte in ganz Deutschland fordern die Einrichtung einer solchen zentralen Stelle. Diese könnte dann auch Erinnerungen versenden, sobald wieder eine Impfung anstünde.

Wichtig wäre, dass nicht nur die Impfungen von Kindern und Jugendlichen, sondern auch von allen Erwachsenen registriert würden. Nur so könnten die Impflücken geschlossen und die gewünschte Impfquote von 95 Prozent erreicht werden.

Impfen – Der kleine Piks, der Leben rettet Planet Wissen 10.05.2019 57:57 Min. UT Verfügbar bis 10.05.2024 WDR

Stand: 18.10.2019, 06:00

Kommentare zum Thema

17 Kommentare

  • 17 Anonym 19.10.2019, 18:28 Uhr

    Dann muss es den Masernimofstoff einzeln geben. Impfpflicht ist meiner Meinung nach ungeheuerlich. Wir leben in einer Demokratie. Dann bitte mal über alle Impfrisiken aufklären. Dass Eltern auch genau wissen, was sie da für ihr Kind entscheiden. so einfach sollte das mit der Pflicht nicht sein. Was für Pflichten kommen danach. In den Impfstoffen sind Stoffe drin, die Nebenwirkungen haben. Herr Spam hat keine Kinder. Die Frage ob impfen oder nicht stellt sich bei ihm nicht. Zudem gibt es Impfnieten. Es wird nie kontrolliert, ob bei den geimpften Kindern oder Erwachsenen die Impfung auch angekommen ist.

  • 16 Anonym 18.10.2019, 20:54 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 15 Anonym 18.10.2019, 20:54 Uhr

    Oder für jemand, der sich noch nie so wirklich mit dem Thema Impfen beschäftigt hat ist dieser wirklich nett anzusehende Film für die Abendentspannung sicher erstmal besser geeignet: https://www.arte.tv/de/videos/060209-000-A/eingeimpft/ Wer mehr zur theoretischen Seite neigt, kann das Statement des Deutschen Ethikrates lesen: https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-impfen-als-pflicht-kurzfassung.pdf Wer eine praktische Einleitung ins Thema wünscht, kann sich die aktuelle kostenlose Kent Depesche zum Thema "Impfpflicht - alternativlos" - mit unbestechlichen Zahlen und Fakten hier online lesen. https://www.yumpu.com/de/document/read/62858315/impfpflicht-alternativlos oder den aktuellen Impf-Report der umfassend recherchiert ist, bestellen https://www.impf-report.de/zeitschrift/archiv/impf-report123.html

  • 14 Anonym 18.10.2019, 20:53 Uhr

    Die Kinder in Deutschland sind zu 97 % mit der ersten Impfung geimpft, zu 93 % mit der zweiten. Da es es aber bis zu 13 % Impfversager gibt, wird die angestrebte Quote niemals erreicht werden können. Ein Arzt erhält seine Impfberatung nur bezahlt, wenn die Impfung dann auch durchgeführt wird. Die Trennung der Abrechnung von Beratung und Impfung ist dringend notwendig. Daher verwundert es nicht, dass Ärzte auch gerne weitere Pflichtimpfungen befürworten. Alternativen gibt es angeblich keine zu der Impfpflicht. Wenn Sie sich die Podiumsdiskussion ansehen, werden Sie eine Menge Vorschläge hören, die Experten alternativ und wesentlich unpopulistischer als wirksam erachten. Ich kann Sie nur bitten, sich wirklich umfassend zu informieren und zu prüfen, wie es sich wirklich verhält. Das kann jemand der schon etwas tiefer im Thema ist, z. B. Mit der Experten-Podiumsdiskussion vom 12.10.2019 https://youtu.be/kVsIzFwr5c4

  • 13 Anonym 18.10.2019, 20:52 Uhr

    http://www.euro.who.int/en/health-topics/disease-prevention/vaccines-and-immunization/publications/surveillance-and-data/who-epidata/who-epidata,-no.-92019) (WHO DATEN die zeigen, dass 80000 Fälle fast allein in Ukraine und Kasachstan ihren Ursprung haben. Trotz der Impfpflicht in Frankreich und Italien gibt es dort weiterhin hohe Zahlen an Masern, auch in China, obwohl die Rate doch sinken müsste - dies könnte zum Beispiel durch Impfmasern ausgelöst sein. Impfungen sind nicht sicher, wie behauptet, denn es gibt jede Menge Impfreaktionen, die als Lappalie abgetan werden und die nicht gemeldet werden obwohl es seit 2001 ein Meldesystem gibt, was aber nicht genutzt wird. Ein Impfschaden wird erst ab 30 % anerkannt. Ein Kind muss also schon so richtig geschädigt sein, damit es nur gezählt wird.

  • 12 Anonym 18.10.2019, 20:50 Uhr

    Nicht zuletzt wollen freie Bürger eine freie Entscheidung treffen - auch GEGEN eine Impfung. Damit gefährden Sie keineswegs andere ungeimpfte Menschen, sondern sie schützen vor allem ihre eigene Gesundheit sowie die ihrer Kinder, und treffen eine selbstbestimmte Entscheidung. (Bis zu 13 % sogenannter Impfversager würden das Masernvirus genauso weiter geben) Was man momentan erlebt ist, dass Ärzte, Medien und Pharmalobby mit Angstmache und Druck arbeiten, statt transparent zu informieren - kritische Menschen werden in die Verschwörungstheorie-Schublade gesteckt. Eine Impfpflicht ist unangemessen und ihre Begründung basiert auf falschen Behauptungen: Die Masernzahlen in Deutschland sind nicht erhöht, sie schwanken von Jahr zu Jahr und sind nicht gestiegen. Die angeblichen 90000 Fälle in Europa werden ohne Ländernennung einfach so verbreitet. (Ca. 80000 in der Ukraine, Kasachstan und weiteren osteuropäischen Staaten)

  • 11 Anonym 18.10.2019, 20:49 Uhr

    Die Impfstoffe sind nicht so sicher wie behauptet wird. Es gibt viel mehr Impfschäden und Nebenwirkungen als allgemein bekannt ist: Impfnebenwirkungen und -schäden werden regelmäßig durch die Ärzte NICHT gemeldet, so dass vielleicht 5 % aller kurzfristig sichtbaren Schäden gemeldet werden. Die Spätfolgen sowieso nicht. Nicht zuletzt sind 1/4 aller deutschen Kinder chronisch krank. Das Meldesystem dafür inklusive der den Ärzten dafür angedrohten Strafen wird nicht umgesetzt und liegt auf Eis. Impfungen werden nicht als Medikament eingestuft und nicht in gleichem Maße getestet. Der Umfang der Studien ist zu klein für aussagekräftige Ergebnisse und seltene Nebenwirkungen. Eine Impfpflicht auf so einer Faktenlage ist verhängnisvoll und ein Horror für alle informierten Eltern.

  • 10 Anonym 18.10.2019, 20:48 Uhr

    Die Impfpflicht hört sich ja sehr sinnvoll an, wenn man nicht tiefer gräbt, ist aber letztendlich nur eine populistische Entscheidung, deren Begründung nicht auf der Wahrheit beruht. Der kommentierte Gesetzentwurf durch die "Ärzte für die individuelle Impfentscheidung" legt das Nahe: https://individuelle-impfentscheidung.de/pdfs/Faktencheck Masernschutzgesetz.pdf Das geplante „Masern-schutzgesetz“ verletzt gleichzeitig mehrere zentrale Grundrechte. Verletzt werden: • Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit • Das Elternrecht • Gleichheitsrechte von Eltern und Kindern • Berufsfreiheit und Gleichheitsrechte von Ärztinnen und Ärzten daher ist es verfassungswidrig. - hier das Gutachten https://individuelle-impfentscheidung.de/pdfs/Rixen/OnePager.pdf

  • 9 Philkri 18.10.2019, 20:45 Uhr

    Die Impfpflicht ist ein Problem. Entscheidungsfreiheit wird eingeschränkt, man muss seinem Kind das antun auch wenn man das selber nicht möchte. Es ist Impfzwang, eine Profilierungsaktion des Pharmahörigen Spahn. Er hat keine Kinder, er denkt nur an sein eigenes Ansehen. Warum nur Pflicht für Masern? Warum nicht komplett? Im Endeffekt zwingt man impfkritische Ärzte ihren Hippokratischen Eid zu brechen, nämlich kein Leid zuzufügen.Jeder konnte das mit sich selber ausmachen, nun muss gegen das Gewissen gehandelt werden. Mal drüber nachgedacht, warum unsere Regierung seit Anbeginn der BRD vor einem Impfzwang zurück geschreckt ist? Weil das mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist und war, aber die heutigen Politiker haben weder Eier noch Gewissen,mit noch Profit, Kurzsichtigkeit, Gier. Ich bin traurig, das die BRD sich so entwickelt... hier geht es nicht um Impfen, sondern um weitere Beschneidung der freien Entscheidung und nun mal abwarten "whats next"

  • 8 Horst ist immun 18.10.2019, 17:12 Uhr

    Man kann sich die Impfkommission beim Robert Koch Institut man anschauen; Martin Terhardt wurde in WDR Aktuell interviewt. Zunächst mal großes Lob ans RKI, ein Musterbeispiel an Transparenz. Werdegang und mögliche Interessenkonflikte aller Mitglieder der Kommission werden als Selbstauskunft aufgeführt, für jeden einsehbar. So ganz kann man auch die Industrie nicht außen vor lassen, Hauptsache das Problem wird gesehen. Ein Besuch bei Lobbypedia lohnt immer, die Suchmaschine hat mir bei Lobbypedia die Seite des britischen Pharmaunternehmens GlaxoSmithKline empfohlen. Da wird die Geschichte der relativ harmlosen Schweinegrippe beschrieben, die von der WHO als Pandemie eingestuft wurde. Die Bevorratung mit Grippemitteln wurde in Deutschland nach Empfehlung des Robert-Koch-Instituts vorgenommen; ein Desaster für den Steuerzahler - reichlich Rendite für die Industrie. Das bleibt im Hinterkopf wenn sonst Krankheiten bei Fortschritt den Schrecken verlieren und bei Masern ist das umgekehrt.

  • 7 Frank 18.10.2019, 14:45 Uhr

    Als Kind der 60er verstehe ich die ganze Panikmache nicht. Wir hatten alle Windpocken, Masern, Mumps und Röteln. Das war für uns ganz normal und keine große Sache. Ich weiß, dass bei mir die Windpocken 3 Tage und die Masern 5 gedauert haben und ich bei Mumps nur so leicht erkrankt war, dass ich weiter zur Schule gehen konnte. Auch bei Erkältungen wurde bei uns kein Aufstand gemacht, 2 Tage im Bett alles ausschwitzen und gut war's. Meine einzige ärztliche Untersuchung war die zur Einschulung. Medikamente kenne ich bis heute nicht. Heute würden meine Eltern dafür vermutlich eine Missbrauchsklage bekommen.

    Antworten (4)
    • Grandpa 18.10.2019, 14:52 Uhr

      Ich bin ein Kind der 60iger und ich hatte eben nicht Masern. Und Masern kann bei Erwachsenen zu schlimmeren Nebenwirkungen führen wie Hirnhautentzündung aber auch bei den Kindern. Impfen will ein Arzt Erwachsene aber auch nicht wegen zu hoher potentiellen Nebenwirkungen. Und einen Impfausweis ob oder nur einmal gibt es nicht mehr. Also nur weil meist besserverdienende grüne Gutmenschen ihre Kinder nicht impfen wollen, bekommen andere Masern. GEHT GAR NICHT! Impflicht und zwar sofort - Masern ist eben NICHT eine harmlose Kinderkrankheit. 2006 zum Beispiel zur WM gab es wieder viele Masernfälle in Duisburg. Das US-amerik. Außenministerium gab damals den US-Amerikanern eine Reisewarnung für Deutschland auf den Weg, daß sie nicht nach Dtl. reisen sollten. In anderen Ländern funktioniert Impflicht wunderbar also warum hier nicht!

    • Mausi 18.10.2019, 15:27 Uhr

      An Grandpa: Ein Arzt will Sie nicht gegen Masern impfen, wegen potenziell zu hohe Nebenwirkungen? Aber Kleinkinder sollen geimpft werden, damit SIE geschützt sind? Geht’s noch? Maserntiter bestimmen lassen, natürlich auf eigene Kosten, soviel sollte Ihnen der Eigen- und Gesellschaftsschutz schon wert sein..... dann evtl. impfen, natürlich Masern-Mumps-Röteln! Könnte bei 40 Grad Fieber etwas unangenehm werden, aber Sie wollen doch nicht etwa als Virenschleuder an die Enkel rantreten? Erst mal die eigenen Pflichten erfüllen, bevor man Impfpflicht für andere fordert!!!!!

    • hø'ø 18.10.2019, 18:47 Uhr

      @Grandpa 18.10.2019, 14:52 Uhr: "In anderen Ländern funktioniert Impflicht wunderbar also warum hier nicht!" Das habe ich hier in den Kommentaren schon geschriebeN In anderen Ländern kümmert man sich um die Impflinge und eventuelle Nebenwirkungen, hier impft man einfach drauflos und sagt, wenn's schiefgeht "Pech gehabt!", und niemand will für Impfschäden oder allergische Reaktionen verantwortlich sein. Bei einer Impfpflicht wäre aber der Staat für Schäden haftbar, so steht es im Gesetz.

    • Der Ralf 18.10.2019, 19:49 Uhr

      Wenn der Minister die Impfpflicht haben will dan muss er auch persönlich für die Impfschäden aufkommen.Der Mensch wird mit den Erregen schon seit tausenden von Jahren fertig.Ich bin gegen die von der Pharmaumsatzsteigerung veranlasste Maßnahme.

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