Stop-and-go auf NRW-Kanälen

Stop-and-go auf NRW-Kanälen

  • Dauerstau auf NRW-Kanälen
  • Stundenlange Wartezeiten vor Schleusen
  • Ursache: brüchige Poller
  • Schnelle Abhilfe nicht in Sicht

Marode Infrastruktur lässt nicht nur die Autobahnen, sondern zunehmend auch die Wasserstraßen in Nordrhein-Westfalen verstopfen.

So habe der Weser-Datteln-Kanal schon 50 Prozent seiner Leistungsfähigkeit eingebüßt, antwortete Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion.

Gefahr duch brüchige Poller

Durch Wartezeiten von bis zu zwölf Stunden vor den Schleusen entstünden der Binnenschifffahrt erhebliche Mehrkosten. Ursache sind brüchige Poller, die gesperrt werden mussten, weil sie die schweren Güterschiffe nicht mehr halten können.

Besserung nicht in Sicht

"Es ist abzusehen, dass sich die Situation nach der Inbetriebnahme des Uniper-Kraftwerks in Datteln und den damit einhergehenden zusätzlichen Transporten voraussichtlich verschlechtert", stellte Wüst in seiner am Dienstag (24.07.2018) veröffentlichten Antwort fest.

Fachpersonal fehlt

Schnelle Abhilfe sei nicht in Sicht. Für Reparatur und Ersatz der Poller in den sechs Schleusen fehle Fachpersonal in den Wasser- und Schifffahrtsämtern. Die rot-grüne Vorgängerregierung habe es nicht geschafft, beim Bund die erforderlichen Ressourcen durchzusetzen, kritisierte Wüst.

Erst jetzt seien neue Ingenieurstellen für NRW in Aussicht. Der Bundesverband der deutschen Binnenschifffahrt spricht von "Mangelverwaltung in höchster Vollendung".

Stand: 24.07.2018, 07:51

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