Nach Auto-Attacke: Bottroper halten Mahnwache

Mahnwache in Bottrop

Nach Auto-Attacke: Bottroper halten Mahnwache

Nach der Auto-Attacke in der Silvesternacht haben etwa 250 Menschen in Bottrop der Opfer gedacht. Ein Mann war in eine Menschenmenge gefahren.

In Bottrop haben am Samstag (05.01.2019) rund 250 Bürger mit einer Mahnwache der Verletzten gedacht, die in der Silvesternacht Opfer einer Auto-Attacke geworden waren.

Auf dem Berliner Platz, wo ein 50-jähriger in eine Menschenmenge aus Syrern und Afghanen gefahren war, rief das Bündnis "Buntes Bottrop" zu mehr Zusammenhalt und Einsatz gegen rechtes Denken auf.

Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler nannte die Angriffe  in Bottrop und Essen einen "verabscheuungswürdigen Akt des Terrors und Anschlag gegen die Zivilgesellschaft".

Egal aus welcher Richtung Gewalt komme, sie sei immer falsch, sagte er wenige Meter neben dem Anschlagsort.  Er warnte davor, Straftaten von Migranten zu verallgemeinern und für rechte Propaganda zu missbrauchen. Gerade jetzt sei es wichtig, sich für ein friedliches Miteinander einzusetzen. Vielfalt und Solidarität seien nicht verhandelbar.

Nicht wegschauen oder schweigen

Ein Sprecher des Bündnisses "Buntes Bottrop" warnte davor, die Angriffe auf Migranten in Bottrop und Essen ausschließlich als Tat eines psychisch erkrankten Täters zu sehen. Die fremdenfeindlichen Äußerungen gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft seien erschreckend. Er forderte mehr Zivilcourage gegen Rechts. Bottroper dürften nicht wegschauen oder schweigen.

Mit Transparenten und Plakaten bezogen Bottroper Bürger Stellung gegen Rechts. Der Plakat-Slogan "NAZI-Aufmärsche stoppen", erinnerte daran, dass hier bereits Demonstrationen mit mehr als 1.000 Personen aus dem rechten Spektrum stattfanden. Das sei ein Grund mehr, die Bürger zu mobilisieren um Flagge zu zeigen für Solidarität und Toleranz.

Stand: 05.01.2019, 12:59

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