Medien: Busfahrer von Madeira äußert sich zu Unfallursache

 Ein Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira landet auf dem Flughafen Köln-Bonn.

Medien: Busfahrer von Madeira äußert sich zu Unfallursache

  • Fahrer führt Unglück auf Technik zurück
  • Viele NRW-Bürger unter Opfern bei Busunglück auf Madeira
  • Die meisten Überlebenden sind am Samstag in Köln gelandet

Der Fahrer des Unglücksbusses von Madeira führt den Unfall, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen, auf technisches Versagen zurück. Das gab eine portugiesische Regionalzeitung bekannt, die sich auf Informationen von einem Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der Insel beruft. Die zuständigen Behörden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

Unfallopfer aus NRW heimgekehrt

Die Unfallopfer aus NRW, die am Samstag in Köln gelandet sind, haben die Heimreise gut überstanden. Ihnen gehe es "den Umständen entsprechend gut", berichtete der Direktor der Unfallklinik in Köln-Merheim, Bertil Bouillon, am Ostersonntag (21.04.2019).

Die Unfallopfer waren am Karsamstag (20.04.2019) mit einem fliegenden Bundeswehr-Lazarett in Köln gelandet. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begrüßte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn.

Nach dem Osterwochenende sollen die ersten Patienten in Krankenhäuser in der Nähe ihrer jeweiligen Wohnorte verlegt werden.

Verletzte stammen aus vier Bundesländern

Die 15 Verletzten an Bord der Maschine stammen aus dem nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein sowie aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte

Sieben Betroffene wollten nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours mit normalen Flügen heimkehren. Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beide Portugiesen, liegen demnach noch im Krankenhaus.

Zustand aller Verletzten "stabil"

Nach dem Busunglück auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira mit 29 Toten am Mittwoch (17.04.2019) sei der Zustand aller Verletzten "stabil", hatte die Klinikleitung zuvor mitgeteilt. Zwei von ihnen lagen demnach aber noch auf der Intensivstation.

Die Ermittlungen zur Unfallursache sind noch nicht abgeschlossen. Es gibt Hinweise, dass die Bremsen des Busses versagt haben könnten. Der Bus sei immer schneller geworden, während der Fahrer verzweifelt versucht habe, das Fahrzeug zum Halten zu bringen, hatten Augenzeugen berichtet. Der Fahrer war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel.

Große Betroffenheit nach Busunglück auf Madeira

WDR 5 Mittagsecho 18.04.2019 07:34 Min. WDR 5

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Ermittler suchen Ursache für Busunglück auf Madeira

WDR aktuell - Der Tag 18.04.2019 10:13 Min. WDR 3

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Der Reisebus war am Mittwochabend in der Gemeinde Caniço, in der die Urlauber in einem Hotel die Osterferien verbrachten, in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

Stand: 21.04.2019, 15:34

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