Busunglück auf Madeira: Viele Opfer aus NRW

Busunglück auf Madeira: Opfer auch aus NRW WDR aktuell 18.04.2019 04:43 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Von Lucie Jäckels

Busunglück auf Madeira: Viele Opfer aus NRW

  • Viele NRW-Bürger unter Opfern bei Busunglück auf Madeira
  • Landesregierung will Angehörige eng begleiten
  • Reisebus stürzte Böschung hinab auf Wohnhaus

Bei dem Busunglück auf portugiesischen Ferieninsel Madeira sind 29 Menschen ums Leben gekommen und 27 weitere verletzt worden. Ein großer Teil der Opfer kommt nach WDR-Informationen aus NRW. Nach Informationen eines ARD-Korrespondenten schwebte keiner der Verletzten am Donnerstagabend mehr in Lebensgefahr.

Ministerpräsident verspricht Hilfe für Angehörige

Die Landesregierung werde die Angehörigen der Opfer "nach Kräften" unterstützen, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag (18.04.2019) dem WDR. Mit der Bundesregierung stehe man im engen Austausch.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) war am Donnerstag in Begleitung von Ärzten, Psychologen und Konsularbeamten nach Madeira geflogen. Er sagte, zurzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Verletzten nach Hause zu fliegen und die Getöteten zweifelsfrei zu identifizieren.

Viele Tote bei Busunglück auf Madeira

WDR Studios NRW 18.04.2019 00:44 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Online

Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis auf Passagierliste

Am Donnerstag hatte die Polizei dem WDR bestätigt, dass mehrere Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis auf der Passagierliste des verunglückten Busses stehen. Eine genaue Zahl gaben die Beamten nicht bekannt.

Ob sie unter den Todesopfern sind oder bei dem Unfall verletzt wurden, sei der Polizei ebenfalls noch nicht bekannt. Die Angaben aus Portugal würden immer wieder korrigiert, sodass verlässliche Angaben zunächst nicht möglich seien.

"Wir sind alle sehr betroffen, der gesamte Kreis", sagte Landrat Michael Kreuzberg (CDU) dem WDR. Ob tatsächlich Mitbürger von dem Unfall betroffen seien, könne er aber derzeit noch nicht sagen.

Mehrere Reiseveranstalter beteiligt

Zwei deutsche Reiseveranstalter erklärten am Donnerstag, dass ihre Gäste zu der verunglückten Reisegruppe zählten: 51 hatten demnach die Reise bei Trendtour Touristik aus Frankfurt am Main gebucht, zwei bei Schauinsland-Reisen aus Duisburg.

Laut Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts identifizieren Helfer auf Madeira derzeit die Opfer. Erst wenn alle Angehörigen informiert sind, werde man sich an die Öffentlichkeit wenden, teilte Kanzleramtschef Helge Braun mit.

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Identifizierung bis Samstag abgeschlossen

Die Identifizierung soll nach Angaben der Krankenhauses "Dr. Nélio Mendonça" in Funchal voraussichtlich bis Samstag (20.04.2019) abgeschlossen sein. Der Reisebus war am Mittwochabend in der Gemeinde Caniço, in der die Urlauber in einem Hotel die Osterferien verbrachten, in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

Große Betroffenheit nach Busunglück auf Madeira

WDR 5 Mittagsecho 18.04.2019 07:34 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 5

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Stand: 18.04.2019, 21:56

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