Streik bringt weitere Flugausfälle in NRW

Streik bei der Lufthansa: Ziele der Flugbegleiter Aktuelle Stunde 07.11.2019 UT Verfügbar bis 14.11.2019 WDR Von Claudia Weber

Streik bringt weitere Flugausfälle in NRW

  • NRW auch am Freitag von Flugausfällen betroffen
  • Schlichtung geplant - Streik wird aber fortgesetzt
  • Flüge von und nach München sowie Frankfurt betroffen
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Auch am zweiten Tag des Flugbegleiter-Streiks müssen sich Passagiere an den NRW-Flughäfen auf Dutzende Ausfälle einstellen - trotz der geplanten Schlichtung im Tarifkonflikt bei der Lufthansa.

In Düsseldorf seien am Freitag (08.11.2019) 21 von 570 Flügen gestrichen worden, sagte ein Flughafensprecher am frühen Morgen. Betroffen seien Verbindungen von und nach München sowie Flüge zwischen Düsseldorf und Frankfurt. Am Flughafen Köln/Bonn gibt es einer Sprecherin zufolge am Freitag 17 Annullierungen - hier sind es ausschließlich Flüge von und nach München. Auch der Flughafen Münster/Osnabrück ist erneut betroffen.

Lufthansa nimmt Gespräche mit Gewerkschaft wieder auf

Nach monatelanger Pause erklärte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag (07.11.2019), dass man nun auch wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu.

Streik bei Lufthansa WDR aktuell 07.11.2019 Verfügbar bis 14.11.2019 WDR Von Sabine Goer

Der am Donnerstag begonnene 48-stündige Streik bei der Lufthansa soll aber wie geplant fortgesetzt werden. Rund 1.300 Flüge wurden an beiden Tagen insgesamt abgesagt, rund 180.000 Fluggäste sind betroffen.

Folgen des Streiks bei der Lufthansa in NRW

WDR aktuell - Der Tag 07.11.2019 10:05 Min. Verfügbar bis 06.11.2020 WDR 3

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Zahlreiche Flugausfälle am ersten Streiktag

Für Düsseldorf hatte die Lufthansa am Donnerstag 31 Flüge von und nach Düsseldorf gestrichen, in Köln waren es 20 Verbindungen. Die am Airport Paderborn/Lippstadt im Flugplan vorgesehenen vier Flüge nach München und eine Verbindung nach Frankfurt hätten wie geplant starten können, sagte eine Sprecherin.

Das Hauptgeschäft in Düsseldorf wickeln die Lufthansatöchter Eurowings und Sun Express mit täglich 260 Flügen ab. Diese Gesellschaften werden laut Flugbegleitergewerkschaft Ufo zunächst nicht bestreikt.

UFO Streik - Kleine Gewerkschaft, großer Schaden

WDR 5 Tagesgespräch 07.11.2019 44:52 Min. Verfügbar bis 06.11.2020 WDR 5

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Separate Forderungen für vier andere Flugbetriebe

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Für die vier anderen Flugbetriebe wurden jeweils separate Forderungen aufgestellt und Urabstimmungen abgehalten.

In dem Konflikt geht es aber hauptsächlich um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann.

Gewerkschaft Ufo ruft zu 48-Stunden-Streik bei Lufthansa auf

WDR aktuell - Der Tag 04.11.2019 10:06 Min. Verfügbar bis 03.11.2020 WDR 3

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Was Reisende tun können

Aktuelle Informationen zu ihren Flügen erhalten Reisende auf der Website der Lufthansa. Betroffene Kunden können laut Lufthansa ihre Flüge kostenlos umbuchen oder auf innerdeutschen Strecken Züge der Deutschen Bahn nutzen.

Recht auf Entschädigung

Bei Flugausfällen oder großen Verspätungen besteht Anspruch auf Entschädigung bis zu 600 Euro. Darauf weist die Stiftung Warentest hin und bietet auf ihrer Website ein Musterschreiben an. Auch Schlichtungsstellen oder Anwälte helfen weiter.

Stand: 08.11.2019, 07:20

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12 Kommentare

  • 12 Bernd 07.11.2019, 18:15 Uhr

    Für die Entschädigung der Fluggäste sollten die Gewerkschaften aufkommen. Wenn die EZB sagt, daß es keine Inflation gibt, dann sollten die Gewerkschaften auch keine Lohnerhöhungen fordern. Viele Arbeitnehmer haben Ersparnisse und die leiden unter den ständigen Verteilungskämpfen. Die Gewerkschaften sollen sich endlich mal in die lagen der sparenden Arbeitnehmer versetzen. Ansonsten wird es Zeit, daß das Streikrecht abgeschaft wird. Für die Arbeitnehmer mit Ersparnissen sind die Streiks negativ. Der Ungleichbehandlung der Arbeitnehmer mit und ohne Ersparnisse muß ein Ende gesetzt werden.

  • 11 LH Senator 07.11.2019, 00:37 Uhr

    Was sich da seit Jahren im Hause der LH abspielt, steht unter dem Motto "Was stört ist der Kunde". Es wurden weitestgehenst alle Innerdeutschen Strecken an die Eurowings deligiert; bzw. denen "zugeschoben". Dank dafür an Herrn Spohr. Wenn nun in ähnlicher Mannier die Mitarbeiter als "störend" empfunden werden, so ist das deren gutes Recht zu streiken. Der globale Turbokapitalismus wird uns noch alle dahinraffen, wenn wir nicht dagegen vorgehen! So wird nun (da die Flieger am Boden bleiben) die CO2 Bilanz wenigstens besser ....

  • 10 Rainer Michels 06.11.2019, 22:22 Uhr

    Hier offenbart sich wieder einmal die typische verbreitete Grundhaltung, wenn es um Streiks im Dienstleistungssektor geht. "Streik - OK - wenn's nur niemandem weh tut". Geht's noch? Tipp zum Bahnfahren: mit einer Sitzplatzreservierung für nur 4,50 EUR kann man dafür sorgen, dass Stehen im Gang nicht nötig ist. Und - klar doch: man orientiert sich also wieder mal am miesesten Vertreter der Zunft, dem irischen Billigflieger. Deutschland ist und bleibt ein Land der Miesepeter und Neider - anders kann man diese bemitleidenswerte Einstellung nicht erklären. Nicht vergessen: Köln liegt im Sendegbiet und op Kölsch heißt es "M'r muss och jönne könne." Immer schön großherzig bleiben, das macht schön! Und Unregelmäßigkeiten im Luftverkehr nimmt man hin wie Störungen durch Wind und Wetter. Mein Tipp für mehr Gelassenheit. Aufregung um nichts gefährdet Ihre Gesundheit.

  • 9 Anonym 06.11.2019, 20:06 Uhr

    Danke UFO. Ihr schafft es auch noch den Bahnverkehr mit hinein zuziehen. Zum Wochenende in überfüllten Fernreisezüge zu sitzen / stehen macht bestimmt viel Spass. Eure total überzogenen Forderungen könnt Ihr Euch sonstwo ..... .

    • Anonym 07.11.2019, 14:42 Uhr

      Wer heutzutage immer noch so hochnäsig ist und statt die DB zu nutzen unbedingt fliegen muss...Leute, wacht mal endlich auf! Glaubt Ihr denn allen Ernstes, dass aus den Düsentriebwerken reiner Sauerstoff kommt? Täglich werden mehrere Milliarden Tonnen dreckiges Kerosin in die Welt gepustet, da wird man doch mal auf einen innerdeutschen Flug verzichten können, oder? Hoffentlich führen die Streiks dazu, dass mal über einen längeren Zeitraum die Flugzeuge am Boden bleiben müssen. Deshalb liebe UFO, streikt solange Ihr wollt. Meinen "Daumen hoch" habt Ihr! Die Umwelt wird's Euch lohnen.

  • 8 Heidekraut 06.11.2019, 20:00 Uhr

    Die sollen mal bei Ryanair und Konsorten arbeiten , da könnte ich Verständnis aufbringen , aber so. Ich bezahle "gerne" mehr um mit einer deutschen Fluggesellschaft zu fliegen, aber in Zukunft überlege ich es mir zweimal.

  • 7 Anonym 06.11.2019, 19:50 Uhr

    Total verstrahlte UFOristen

  • 6 Axel 06.11.2019, 19:25 Uhr

    Wenn Eurowings am Freitag betroffen sein wird, hoffe ich mal das die Kerosinsteuer diese Arbeitsplätze dahin raffen wird. Ein Arbeiter der den ersehnten Urlaubsflug am Freitag so langsam dahin raffen sieht. Danke UFO , Ihr schafft euch so langsam selber ab , der nächste Flug geht mit einer ausländischen Fluggesellschafft.

  • 5 Petra 06.11.2019, 18:50 Uhr

    Wäre mal gut zu wissen ob der Streik jetzt ausgeweitet wird auf die Tochterfirmen oder ob es nun nur bei LH bleibt. Alles sehr unterirdisch.

  • 4 Martina 06.11.2019, 16:46 Uhr

    Bitte Lufthansa stellt demnächst keine Personen mehr ein die solchen Gewerkschaften angehören und nach dem Streik entlasst Sie alle. So kann man ein Unternehmen auch an den Rand des Ruins streiken. Mittlerweile weiß man garnicht mehr ob man überhaupt noch buchen soll,irgendjemand streik ja immer.

    • Reinhold 06.11.2019, 22:29 Uhr

      Sie haben ja seltsame Vorstellungen von Arbeitnehmerrechten. Vielleicht wussten Sie es nicht besser, aber ich kläre Sie mal auf: ZUERST beginnt man den Job, und DANN tritt man in die Gewerkschaft ein. So läuft das. Und haben Sie schon mal von dem gesetzlich garantierten Recht auf Arbeitskampf gehört? Irgend jemand streikt ja immer? Kann sein. Piloten, Flugsicherung, Abfertigung, Securitypersonal. Und nun sind Flugbegleiter dran. Oder meinen Sie, das sie es nun nicht mehr dürfen, weil die Piloten zuerst "dran" waren? Nein, es wird niemand "entlassen", weil er oder sie gestreikt hat, denn das wäre ungesetzlich. Und es gibt so etwas, das nennt sich Kündigungsschutz. Sollten Sie schon mal gehört haben. Keine Sorge übrigens. im Letzten Jahr gab es einen Passagierzuwachs von knapp 8%, dieses Jahr von 4%, es geht munter aufwärts, also besteht keine Gefahr. Ich empfehle Ihnen: eine Runde im Wald laufen, bisschen brüllen, Bäume schütteln. Hilft perfekt gegen Wutbürgertum.

  • 3 Herr Dallmeier 06.11.2019, 16:41 Uhr

    Das fatale ist ja , das es mehrere Gewerkschaften gibt, die die Intressen des Kabinenpersonal vertreten. Was in meinen Augen verboten werden sollte. Auch ich bin betroffen und kann nun meinen gebuchten Urlaub vergessen. Da hilft keine Entschädigung finanzieller Form. Danke UFO, alleine der Name....,außerirdisch.

  • 2 Joerg 06.11.2019, 14:59 Uhr

    Die Lufthansa streikt auch nicht, es ist die Gewerkschaft UFO die streikt.

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