Fall Lügde: Erneut Durchsuchungen

Fall Lügde: Erneut Durchsuchungen

  • Neue Durchsuchungen im Fall Lügde
  • Ermittler finden mögliche neue Beweise
  • Mindestens 31 Kinder sexuell missbraucht

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde bei Detmold haben die Ermittler zwei Wohnungen und einen weiteren Wohnwagen durchsucht. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag (05.03.2019) mitteilten, ist darunter die Wohnung des 56 Jahre alten Hauptverdächtigen, in die er auf Wunsch des Jugendamtes bald umziehen sollte. Zudem wurde ein weiterer Wohnwagen auf dem Campingplatz durchsucht, der jahrelang Missbrauchs-Tatort gewesen sein soll.

Beamte stellen "Gegenstände" sicher

Den Angaben zufolge wurden nicht weiter beschriebene "Gegenstände" sichergestellt. Die Ermittler bekräftigten indes, dass es nach bisherigen Erkenntnissen keine Belege dafür gebe, "dass Polizeibeamte in die Taten involviert waren oder diese geduldet haben".

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WDR 5 Morgenecho - Interview 25.02.2019 06:41 Min. WDR 5

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Nach massiven Versäumnissen bei der Ermittlungsarbeit der zunächst zuständigen Kreispolizei hatte sich der Fall ausgeweitet. Nach und nach waren Pannen bekannt geworden. So verschwanden unter anderem 155 Datenträger aus einem nicht gesicherten Raum bei der Polizei Lippe.

Mehr als 1.000 Fälle sexuellen Missbrauchs

Seit 2008 waren den bisherigen Erkenntnissen zufolge auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen mindestens 31 Kinder im Alter von vier bis 13 Jahren in mehr als 1.000 Fällen Opfer sexuellen Missbrauchs geworden.

Stand: 05.03.2019, 19:46

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