Weniger als die Hälfte lebt von eigener Arbeit

Eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit nimmt  eine Akte aus dem Archiv

Weniger als die Hälfte lebt von eigener Arbeit

  • 26 Prozent leben von den Einkünften Angehöriger
  • Öffentliche Sozialleistungen brauchen acht Prozent
  • Anteil der vorwiegend Erwerbstätigen gestiegen

Nicht einmal die Hälfte der Menschen in Nordrhein-Westfalen lebt in erster Linie von der eigenen Arbeit. Im vergangenen Jahr traf das auf 44,6 Prozent der Einwohner in NRW zu, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag (11.07.2919) auf der Grundlage des Mikrozensus mitteilte.

Arbeit trotz Rente

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 19.06.2019 03:58 Min. Verfügbar bis 18.06.2020 WDR 5 Von Stephanie Grimme

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21 Pozent leben von ihrer Rente

Rund 26 Prozent lebten von den Einkünften Angehöriger, zum Beispiel von Eltern oder Partnern, und 21 Prozent von ihrer Rente oder Pension. Von öffentlichen Sozialleistungen lebten rund acht Prozent der Menschen.

Münster mit höchstem Anteil

Während im Jahr 2018 die Hälfte der männlichen Bevölkerung ihren Lebensunterhalt überwiegend aus der eigenen Arbeit bezog, lag der Anteil der weiblichen Bevölkerung bei rund 39 Prozent. Den höchsten Anteil an Menschen, die überwiegend von der eigenen Erwerbstätigkeit leben, hatte Münster mit fast 51 Prozent, den niedrigsten Gelsenkirchen (36 Prozent).

Insgesamt sei aber der Anteil der vorwiegend Erwerbstätigen gestiegen, erklärte eine Sprecherin des Statistischen Landesamtes. So bestritten im Jahr 2008 nur rund 40 Prozent der Einwohner in NRW ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus eigener Arbeit. Dagegen lebten fast 32 Prozent von Zuwendungen ihrer Angehörigen.

Stand: 11.07.2019, 13:45

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