LBS wächst: Hohe Nachfrage nach Bausparverträgen

LBS wächst: Hohe Nachfrage nach Bausparverträgen

  • Bauspar-Neugeschäft zieht um sieben Prozent an
  • Nachfrage nach Wohneigentum weiterhin hoch
  • Billige Baukredite mit kürzerer Zinsbindung

Die Bausparbranche ist unter Druck, gut verzinste Altverträge haben den Instituten lange zu schaffen gemacht. Inzwischen sieht es für die Institute besser aus, wie das Beispiel LBS West zeigt.

Das Bauspar-Neugeschäft sei 2018 um sieben Prozent auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Institut aus Münster am Donnerstag (27.12.2018) mit.

2017 hatte die Bank noch ein Minus von vier Prozent auf rund sieben Milliarden Euro hinnehmen müssen. Die Nachfrage nach Wohneigentum sei weiterhin hoch - die Kunden wollten sich den niedrigen Darlehenszins langfristig sichern, daher schlossen immer mehr Menschen einen Bausparvertrag ab, begründet die LBS das Plus.

Billige Baukredite

Von alten Verträgen sind Kunden noch satte Guthabenzinsen gewohnt, die wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aber längst Geschichte sind. Stattdessen bekommt man in der Sparphase eines Bausparvertrags kaum noch Zinsen, profitiert dafür aber bei der Zuteilung - wenn also genug Geld angespart ist - von einem niedrigen Darlehenszins.

Derzeit sind zwar auch günstige klassische Baukredite ohne Ansparphase zu haben, deren Zinsbindung läuft häufig aber nur zehn Jahre.

3,2 Milliarden Euro für Kredite

Der Bedarf an Geld für Wohnungskäufe oder Modernisierungen ist hoch. Das lässt sich auch an der Höhe der ausgezahlten Kredite ablesen - deren Wert stieg bei der LBS West 2018 um 10 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

LBS-West-Chef Jörg Münning rechnet damit, dass die Nullzinspolitik der EZB mit dem Ende der Amtszeit von Zentralbanker Mario Draghi im Herbst 2019 allmählich ausläuft.

Stand: 27.12.2018, 11:49

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