Wegen Trockenheit: Landwirte sorgen sich um ihre Ernte

Wegen Trockenheit: Landwirte sorgen sich um ihre Ernte

  • Trockenheit macht Bauern zu schaffen
  • Einzelne Landwirte rechnen mit 40 Prozent weniger Ernte
  • Vor allem Mais und Weizen betroffen

Landwirt Bernd Im Winkel aus Gladbeck kontrolliert eines seiner zahlreichen Maisfelder. Zwischen den Händen hält er ein Blatt: "Man sieht es deutlich, bei extremer Hitze rollt der Mais seine Blätter zusammen. Damit verbraucht er nicht so viel Wasser", sagt der Bauer. Sollte es innerhalb von 14 Tagen nicht regnen, befürchtet er Ausfälle von bis zu 40 Prozent.

Auch für den Weizen beginnt jetzt eine entscheidende Phase. Denn der ist im Moment in der Kornfüllphase, das bedeutet, die Körner werden ausgebildet. Ohne Regen wird der Ertrag deutlich geringer. Demnächst sind Roggen und Raps an der Reihe. Die Landwirte hoffen, dass der erhoffte Regen endlich kommt.

Einige Regionen besonders betroffen

Besonders betroffen sind die Regionen, in denen die Pflanzen auf sandigen Böden stehen. Das ist vor allem das nördliche Münsterland, Ostwestfalen und Teile des Niederrheins. Das Problem: Die Böden sind nach dem Dürrejahr in 2018 so ausgetrocknet, dass sie Niederschläge gar nicht mehr speichern können.

Ob die Preise für Kartoffeln oder Brot aufgrund der schlechteren Ernte steigen werden, ist noch nicht klar. Einige Kartoffelbauern aus dem Ruhrgebiet berichten, dass der Wasserverbrauch bei Ihnen so hoch ist, dass sie darüber nachdenken, die Preise anzuheben. Einziger Lichtblick ist bislang die Gersten-Ernte. Die hat bereits begonnen und fällt gut aus.

Droht ein neuer Dürresommer?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 24.04.2019 04:59 Min. Verfügbar bis 23.04.2024 WDR 5

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Stand: 03.07.2019, 20:00

Kommentare zum Thema

5 Kommentare

  • 5 Frank 04.07.2019, 08:24 Uhr

    Hat schon mal einer die Regenschirmfabrikanten jammern hören wenn zu lange die Sonne scheint und es nicht regnet und stürmt (Bei Sturm müssen ja etliche Regenschirme dran glauben). Oder produzieren die dann Sonnenschirme?

  • 4 Löwenzahn 03.07.2019, 13:32 Uhr

    Bald werden alle Ausbeuter und Super-Politiker merken, dass Sie ihr gescheffeltes Geld gar nicht fressen können.

  • 3 Gaby Uellenberg 03.07.2019, 13:24 Uhr

    Jedes Jahr klagen die Bauern über das Wetter, man mag es nicht mehr hören, zu warm, zu kalt, zu naß, zu trocken... Laßt euch doch mal etwas neues einfallen

    Antworten (1)
    • Anonym 03.07.2019, 15:49 Uhr

      Die Landwirtschaft ist sehr vom Wetter abhängig. Das scheint Ihnen nicht bewusst zu sein. In früheren Zeit führten Trockenheit, aber auch Dauerregen zu Mißernten und damit teilweise zu einer Hungersnot der Bevölkerung. Heutzutage werden dann nur die Lebensmittel teurer, weil sie zum Glück von woanders herangeschafft werden (können).

  • 2 Ralf 03.07.2019, 12:25 Uhr

    Oh wie furchtbar, bei seinen zahlreichen Maisfeldern. Durch das EEG dazu gezwungen worden Geld zu scheffeln ohne Rücksicht auf die Natur. Aber es besteht ja noch Hoffnung auf die Dürrehilfe, nur laut genug klagen.

  • 1 J.S. aus E. 03.07.2019, 12:17 Uhr

    Jedes Jahr 6x in Urlaub, jedes Jahr einen neuen, größeren SUV, überall nur noch Halligalli. Das wird noch schlimmer werden Leute, stellt euch darauf ein. Ihr habt es so gewollt.

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