Sorge vor neuem Dürresommer

Sorge vor neuem Dürresommer

  • Angst vor dem zweiten Dürrejahr in Folge
  • Ackerbauern und Tierhalter müssten um Existenz bangen
  • Besonders kleinere Betriebe gefährdet

In Deutschland könnte es in diesem Jahr wieder einen extremen Sommer geben. Nach dem heißen April wächst bei den Landwirten in NRW die Sorge vor einem zweiten Dürrejahr in Folge. "Da wollen wir gar nicht dran denken", sagt Erich Gussen, Vizepräsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands (RLV). "Das könnte für einige Mitglieder das Aus bedeuten."

Die Sorge um die Existenz

Betroffen wären Gussen zufolge sowohl Ackerbauern als auch Tierhalter. Bereits nach den Missernten im vergangenen Jahr hätten etliche Betriebe um ihre Existenz fürchten müssen. "Aber 2018 gab es zumindest anfänglich noch ein ausreichendes Angebot an Futterpflanzen für Viehhalter."

Vorratskammern sind leer

In diesem Jahr seien bei vielen die Vorräte bereits jetzt knapp bemessen. Wenn die Ernte bei Futterpflanzen schlecht ausfalle und auch nicht durch Zukäufe aus anderen Regionen ausgeglichen werden könne, dann sei die Existenz vieler kleinerer Betriebe bedroht. "Dann müssten die Landwirte einen Teil ihrer Tiere zum Schlachter schicken."

Bereits Ende der 1970er-Jahre habe es zwei Dürrejahre hintereinander gegeben, erinnert sich Gussen. "Aber damals war die Spezialisierung der Landwirtschaft noch nicht so weit fortgeschritten." Die laufenden Kosten spielten heute eine größere Rolle als früher, Ernteausfälle könnten sich kleinere Betriebe eigentlich nicht mehr leisten.

Biobauern haben besondere Engpässe nach dem Hitze-Sommer Lokalzeit aus Dortmund 17.01.2019 02:22 Min. Verfügbar bis 17.01.2020 WDR Von Olaf Tack

Stand: 23.04.2019, 17:32

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