Neues UKW-Radioprogramm in NRW

Radio mit DAB+ Empfang und Frau die sich beim Lesen entspannt im Hintergrund

Neues UKW-Radioprogramm in NRW

  • Britische Streitkräfte geben Frequenzen zurück
  • Engagement im digitalen Rundfunk DAB+ ist Pflicht
  • Gesamtstrategie "Radio in NRW 2022" vorgestellt

Weil die britischen Streitkräfte ihre UKW-Frequenzen zurückgeben, entsteht in Nordrhein-Westfalen Platz für ein neues reichweitenstarkes Radioprogramm. Die Frequenzen sollen im kommenden Jahr neu ausgeschrieben und an einen der bisherigen Radioanbieter in NRW vergeben werden, kündigten Landesregierung und Landesanstalt für Medien am Freitag (29.11.2019) an.

Als Vergabekriterien sind journalistisches Engagement in NRW, Engagement im digitalen Rundfunk DAB+ und "ein Beitrag zum Erhalt des bisherigen Systems" vorgesehen. Dies dürfte für Anbieter, die bereits im NRW-Radiomarkt engagiert sind, leichter zu erfüllen sein.

Bei der Ausschreibung kleinerer ehemals britischer BFBS-Frequenzen hatte der hessische Anbieter Metropol FM den Zuschlag bekommen. Die Ausschreibung war aber gerichtlich angefochten und gestoppt worden.

Keine weitere Reduzierung der Werbezeiten beim WDR

NRW-Staatssekretär Nathanael Liminski (CDU) stellte am Freitag eine Gesamtstrategie "Radio in NRW 2022" vor: Danach können die Verlage die Betriebsgesellschaften der privaten Lokalradios künftig vollständig übernehmen. Die Beschränkung auf 75 Prozent der Anteile entfällt. Sendezeiten für Bürgergruppen ("Bürgerfunk") werde bei der redaktionellen Mindest-Sendedauer der Lokalfenster künftig angerechnet.

Auf eine weitere Reduzierung der Werbezeiten beim WDR wird nach dem Konzept verzichtet. Die Werbebudgets hätten sich nicht wie erhofft auf den Lokalfunk verlagert, sondern seien überwiegend aus dem Radiomarkt abgewandert. Außerdem soll die Landesanstalt für Medien künftig digitale Innovationen im Radiomarkt mit bis zu 1,5 Millionen Euro im Jahr fördern.

Was können Digitalradios? WDR 4 Video 24.09.2019 01:11 Min. Verfügbar bis 24.09.2020 WDR 4

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass die geplante Öffnung des privaten Radiomarkts für weitere Anbieter beendet sei. Das stimmt so aber nicht. Den Text haben wir korrigiert. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Stand: 29.11.2019, 16:48

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen