Landeswaldbericht: Mehr Geld für geschädigte Wälder

Blick auf eine Lichtung im Wald

Landeswaldbericht: Mehr Geld für geschädigte Wälder

  • Wetterextreme machen Flora zu schaffen
  • Holzmarkt ebenfalls betroffen
  • Zusätzliche Gelder und Förderrichtlinie

Das NRW-Umweltministerium hat dem Landtag einen Landeswaldbericht vorgelegt. Das gab das Ministerium am Donnerstag (21.02.2019) bekannt. Darin heißt es, dass Wetterextreme wie Stürme, Trockenheit und Schädlingsbefall dem Wald stark zugesetzt haben.

Zusätzliche Gelder

Um die Folgen zu bewältigen, stellen Bund und Land für dieses Jahr 1,5 Millionen Euro Fördergelder zusätzlich zur Verfügung. In den nächsten vier Jahren sollen 550.000 Euro zusätzlich zur Verfügung stehen.

Das Umweltministerium erarbeitet derzeit eine Förderrichtlinie, die folgende Maßnahmen vorsieht:

  • Überwachung von Käfern
  • Entrinden von befallenem Holz im Wald
  • Anlegen von Trocken- und Nasslagerplätzen

Holzmarkt betroffen

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser betonte, wie "dringlich der Umbau unserer Wälder zu widerstandsfähigeren, klimaplastischen Wäldern ist".

Wetterextreme und Schädlingsbefall würden sich zudem "unmittelbar auf den Holzmarkt" auswirken. Insbesondere die Fichte sei betroffen. "Damit ergeben sich veränderte Anforderungen an die Baumartenwahl."

Wie sieht der Wald in NRW aus?

Laut Landeswaldbericht sind

  • 27 Prozent der Landesfläche von NRW Wald
  • Zwei Drittel der Wälder sind in Privatbesitz
  • Das Alter der Wälder beläuft sich im Schnitt auf 75 Jahre
  • 58 Prozent der Bäume sind Laubbäume
  • 42 Prozent sind Nadelbäume
  • Vor allem Fichten, Buchen, Eichen und Kiefern sind in NRWs Wäldern zu finden

Stand: 21.02.2019, 11:12

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