Wüst: Mitgliedervotum künftig auch bei der CDU

Wüst: Mitgliedervotum künftig auch bei der CDU

  • NRW-Verkehrsminister fordert Mitgliederbefragung auch in der CDU
  • CDU sei in Koalitionsverhandlungen erpressbar
  • Reaktion auf wachsenden Unmut in Mittelstandsvereinigung

In einem Brief an die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU in NRW verbreitete Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag (13.02.2018) seine Forderung: Die Spitze der Partei müsse "dem wachsenden Unmut aus der eigenen Mitgliedschaft Rechnung tragen".

Dazu müsse "auch den CDU-Mitgliedern das Recht eingeräumt werden, über zukünftige Koalitionsvereinbarungen in einer Mitgliederbefragung zu entscheiden".

Wüst fordert Mitgliederbefragung auch für CDU

WDR 5 Westblick - aktuell | 13.02.2018 | 00:53 Min.

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"Gegengewicht" zur SPD-Praxis

Es sei "zu einfach für Verhandlungspartner, uns mit ihren Mitgliedern zu erpressen", schrieb Wüst in Bezug auf die Mitgliederbefragung der SPD, die kurz bevor steht. Hier bedürfe es "eines Gegengewichts".

Der Brief, der dem WDR vorliegt, ging an die Kreisgeschäftsstellen der CDU in NRW und an die Vertreter der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, deren Landesvorsitzender der Verkehrsminister ist. Bei den bundesweit mehr als 25.000 Mitgliedern des MIT stellt der NRW-Verband die größte Sektion dar.

"Rückmeldungen positiv"

Karnevalsbedingt habe es bisher erst wenige Rückmeldungen von den Mitgliedern gegeben, sagte MIT-Landesgeschäftsführer Stefan Simmnacher, aber die bisherigen seien "durchweg positiv" gewesen.

Stand: 13.02.2018, 16:56