Unpünktliche NRW-Züge: Wüst will mehr Lokführer

Vorbeifahrender Regionalexpress

Unpünktliche NRW-Züge: Wüst will mehr Lokführer

Von Christoph Ullrich und Frank Menke

  • NRW-Verkehrsminister will mehr Lokführer
  • Bericht: Jeder vierte Regionalexpress im Land hat Verspätung
  • Erhebliche Mängel auch bei der Infrastruktur

Der Verkehrsausschuss des NRW-Landtags diskutierte am Mittwoch (06.02.2019) einen bereits veröffentlichten Bericht der Landesregierung zu Verspätungen und Zugausfällen im Schienen-Nahverkehr. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) will unter anderem, dass Deutsche Bahn und private Bahnbetreiber bei Lokführer-Engpässen künftig enger zusammenarbeiten.

Um Zugausfälle zu vermeiden, sollen sich konkurrierende Bahnbetreiber künftig gegenseitig mit Lokführern aushelfen, sagte Wüst am Mittwoch. Eine entsprechende Vereinbarung soll in der kommenden Woche geschlossen werden.

Jeder vierte RE zu spät

Die Zuverlässigkeit des Nahverkehrs sei erheblich beeinträchtig, hatte Wüst angesichts des Berichts gesagt. Demnach waren im vergangenen Herbst besonders die für Pendler wichtigen Regional-Express-Linien betroffen. Fast jeder vierte Zug hatte mehr als vier Minuten Verspätung. Sieben Prozent fielen ganz aus. Bei den S- und Regio-Bahnen sah es besser aus. Dort waren um 85 Prozent pünktlich.

Zugverspätungen: "So kann es nicht weitergehen"

WDR 5 Morgenecho - Interview | 18.01.2019 | 06:41 Min.

Download

Zahlreiche Probleme im Nahverkehr

Wüst sieht mehrere Gründe für die Probleme im Schienennahverkehr. Neben Personal- und Lokführerproblemen nennt der Bericht eine unflexible Infrastruktur und "eine Zunahme an Fahrzeugproblemen."

Mit den zuständigen Verkehrsverbünden will das Land jetzt Projekte starten, die kurzfristig die Pünktlichkeit verbessern sollen. So wird unter anderem mit VRR, NVR und NWL ein Programm für neues Personal gestartet. Außerdem soll das Baustellenmanagement flexibler gestaltet werden.

Stand: 06.02.2019, 18:57