Wie der Wolf den NRW-Landtag beschäftigt

Wie der Wolf den NRW-Landtag beschäftigt

Von Thomas Drescher

  • Landtag will neue Wolfsstrategie für NRW
  • Wolf soll nur in bestimmten Gebieten leben
  • Bessere Hilfen für Tierhalter gefordert

Die CDU und FDP im NRW-Landtag verlangen neue Regeln im Umgang mit den Wölfen im Land.

Ein Antrag der beiden Fraktionen sieht vor, dass Halter von Weidetieren möglichst unbürokratisch entschädigt werden sollen, wenn Wölfe ihre Tiere gerissen haben. So sollen zum Beispiel Elektrozäune zum Schutz von Schafen und Rindern vom Land voll bezahlt werden.

Die Landesregierung soll mit den anderen Bundesländern abstimmen, was mit verhaltensauffälligen Wölfen geschehen soll. Dies könnten Tiere sein, die die Scheu vor den Menschen verloren haben oder häufiger hohe Zäune überwunden und dann Schafe gerissen haben. In Frage käme es, diese Tiere zu vertreiben, sie zu fangen oder sie in letzter Konsequenz abzuschießen.

Ebenfalls bundesweit müsste ein Fütterungsverbot für Wölfe geregelt werden. Dies will NRW anstoßen.

Mehr Hilfen gegen Wölfe

WDR 5 Westblick - aktuell 30.11.2018 02:57 Min. Verfügbar bis 30.11.2019 WDR 5

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Keine Wölfe vor dem Kindergarten

Redner von CDU und FDP sprachen sich dafür aus, "Verbreitungsgebiete" für Wölfe in NRW auszuweisen. Zehn solcher Gebiete gibt es schon für Rotwild und für Damwild.

Außerhalb dieser Gebiete wäre ein Abschuss nicht mehr ausgeschlossen. Derzeit gilt für Wölfe aber der höchste Schutz sowohl nach deutschem wie nach europäischem Recht.

Wölfe managen oder abschießen?

SPD und Grüne machten am Freitag (30.11.2018) deutlich, dass sie das bestehende Wolfsmanagement und die Regelungen zur Entschädigung für ausreichend halten. Sie unterstellten CDU und FDP, sie wollten den Wolf perspektivisch auf die Liste der jagbaren Tierarten setzen.

Stand: 30.11.2018, 17:36