Airbnb bestreitet Zusammenhang mit Wohnungsmangel

Internetseite Airbnb

Airbnb bestreitet Zusammenhang mit Wohnungsmangel

Von Thomas Drescher

  • Airbnb: Nur wenige Wohnungen dauervermietet
  • Städte wollen mehr Kontrolle
  • Expertenanhörung vor dem Landtag NRW

Der amerikanische Internetkonzern Airbnb bestreitet, dass die kurzzeitige Vermietung privater Zimmer und Apartments an Touristen zum Wohnungsmangel in NRW beiträgt.

In Düsseldorf und Köln liege der Anteil von Apartments, die mehr als die Hälfte des Jahres über Airbnb vermietet werden, bei unter 0,1 Prozent des gesamten Wohnungsmarktes. Das teilte der Konzern in einer Expertenanhörung vor dem Düsseldorfer Landtag mit.

Für Köln und Düsseldorf zusammen entspräche das einer Zahl von etwa 600 Wohnungen, die überwiegend an Touristen vermietet werden.

Schätzungen gingen bisher von 7.000 Wohnungen allein in Düsseldorf aus.

Der Großteil der Anbieter, so die Stellungnahme von Airbnb, würde die eigene und selbst genutzte Wohnung nur in solchen Zeiten vermieten, wenn sie selbst nicht da sind. Andere würden einzelne Zimmer innerhalb der eigenen Wohnung vermieten.

Städte wollen schärfere Gesetze

Nachdem im letzten Jahr die Städte Hamburg und Berlin schärfere Bestimmungen gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum beschlossen hatten, will die SPD im NRW-Landtag das sogenannte Wohnungsaufsichtsgesetz verschärfen und den Städten mehr Kontrollbefugnisse einräumen.

So fordert sie etwa analog zu den Gesetzen Hamburgs und Berlins eine Registrierungspflicht für Vermieter, die einzelne Räume oder ganze Wohnungen über Plattformen wie Airbnb oder 9flats vermarkten wollen. Diese Registrierung soll mehr Transparenz in dem Viermietungsmarkt schaffen.

Denn genaue Zahlen über Dauer und Anzahl der Vermietungen kennen bisher nur die Plattformen selbst. Eine gesetzliche Auskunftspflicht gibt es noch nicht.

Vertreter der Städte Köln und Düsseldorf sowie die kommunalen Spitzenverbände unterstützen die Angleichung des NRW-Gesetzes an die Gesetze von Berlin und Hamburg.

Stand: 18.01.2019, 14:35