Tausende Wohnungen in Bahnhofsnähe möglich

Bahnhof, Wohnungsbau

Tausende Wohnungen in Bahnhofsnähe möglich

Von Christian Wolf

  • NRW-Bauministerin Scharrenbach will mehr Wohnungen in der Nähe von Bahnhöfen
  • Mindestens 2.500 Hektar Fläche kommen in Frage
  • Bahnhöfe sollen ausgebaut oder modernisiert werden

Auf bislang ungenutzten Flächen in der Nähe von Bahnhöfen könnten Tausende Wohnungen entstehen. Das ist das Zwischenergebnis einer Initiative von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU), das am Donnerstag (25.04.2019) vorgestellt wurde. Demnach gibt es mindestens 2.500 Hektar Fläche in NRW, die für Wohnungsbau in Frage kommt und maximal drei Kilometer von Haltepunkten entfernt liegt.

Zwischenbilanz Initiative "Bauland an der Schiene"

WDR 5 Westblick - aktuell 25.04.2019 06:04 Min. WDR 5 Von WDR 5 Westblick

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Im Herbst 2018 hatte die Landesregierung die Initiative „Bauland an der Schiene“ beschlossen. Ziel war es, Bauland im Bereich von Haltestellen zu finden, das im Umland von Ballungsregionen liegt. Die Ministerin will dadurch die überhitzten Wohnungsmärkte entlasten.

Planungen müssen erst noch beginnen

Laut Scharrenbach wurden bislang mit 47 Städten und Gemeinden Gespräche geführt - vor allem im Rheinland. Bei den Gebieten handele es sich um Brachflächen oder landwirtschaftlich genutzte Areale. "Jetzt liegt es an allen Beteiligten, die theoretisch nutzbaren Flächen größtmöglich tatsächlich verfügbar zu machen", sagte die CDU-Politikerin.

Wie viele Flächen am Ende wirklich bebaut werden, lässt sich nach Angaben der Ministerin noch nicht abschätzen. Erst müssten die entsprechenden Planungen vor Ort beginnen. Auch könne es sein, dass Landwirte ihre Felder nicht abgeben wollen.

Bahnhöfe sollen fit gemacht werden

Pressekonferenz:  Ina Scharrenbach und Thomas Lennertz

Bauministerin Ina Scharrenbach und Thomas Lennertz von der BEG NRW

Bei der Initiative ist auch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW (BEG NRW) dabei, ein Unternehmen vom Land und der Deutschen Bahn. Laut Geschäftsführer Thomas Lennertz soll dafür gesorgt werden, dass die Bahnhöfe in der Nähe der neuen Wohngebiete auch ausgebaut oder modernisiert werden. Dazu zählten Stellplätze für Fahrräder oder zusätzliche Bahnsteige. Ziel sei es, dass die neuen Bewohner mit der Bahn in die größeren Städte fahren. Auch der Lärmschutz werde beachtet.

Duisburger Projekt als Vorbild

Als Beispiel nannte Lennertz das Duisburger Großbauprojekt "6-Seen-Wedau". Dort soll auf einem ehemaligen Bahn-Areal gebaut werden, um den Wohnungsmarkt im nahe gelegenen Düsseldorf zu entlasten. Um den Standort attraktiv zu machen, werde auch eine stillgelegte Bahnstrecke reaktiviert und ein neuer Haltepunkt gebaut, so Lennertz.

Stand: 25.04.2019, 15:35