Studenten im Hörsaal an der Humboldt-Universität in Berlin

Start ins Wintersemester: In Präsenz studieren und dabei Energie sparen

Stand: 27.09.2022, 21:08 Uhr

Die Hochschulen in NRW wollen mindestens 20 Prozent Gas einsparen, ohne drastische Einschränkungen in Lehre und Forschung. Das Wintersemester soll in Präsenz stattfinden.

Von Christian Wolf

Wenn an den NRW-Hochschulen in den kommenden Wochen das neue Wintersemester startet, rückt auch dort das Thema Energiesparen in den Fokus. Denn die großen Hörsäle und die vielen Räume müssen beheizt werden. Trotzdem soll mit Energie anders umgegangen werden als in vergangenen Jahren.

Ina Brandes ist Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Wissenschaftsministerin Ina Brandes

Laut dem Wissenschaftsministerium haben sich die Hochschulen in NRW freiwillig dazu verpflichtet, in diesem Winter den Gasverbrauch um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Dies sei ein "sehr starkes Signal der gesellschaftlichen Solidarität", sagte Ministerin Ina Brandes (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Die Auswirkungen auf die Studentinnen und Studenten sollte "so gering wie möglich" sein.

Möglichst wenig Auswirkungen auf Studierende

Johannes Wessels, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Universitäten, sagte, dass es um eine gesamte Einsparung von 20 Prozent gehe. Nicht jeder Uni-Bereich und jeder Standort könne den Gasverbrauch so stark senken. So sei das in Laboren nicht immer möglich.

Ansonsten gehe es zum Beispiel darum, die Raumtemperatur auf 19 Grad zu senken, die Beleuchtung zu reduzieren und auf warmes Wasser zu verzichten. Auch über eingeschränkte Öffnungszeiten von Bibliotheken wird nachgedacht. Aber: Die Auswirkungen auf die Studierenden sollen "möglichst gering" sein, heißt es.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Lehrveranstaltungen in Präsenz

Grundsätzlich gaben Brandes und Vertreter der Hochschulen am Dienstag ein Bekenntnis dazu ab, dass das Wintersemester ein "Präsenzsemester" sein soll - die Lehrveranstaltungen also weitgehend vor Ort stattfinden sollen. "Hochschulen sind Orte der Begegnung, des persönlichen Austauschs und des gemeinsamen Lernens. Das wollen wir unbedingt aufrechterhalten", sagte Brandes. Bernd Kriegesmann, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, ergänzte, dass die Präsenz "extrem wichtig“ sei.

Etwas weniger Studierende

Die Zahl der Studierenden geht voraussichtlich erneut leicht zurück. Nach ersten Schätzungen der Hochschulen sind im Wintersemester rund 745.000 Personen eingeschrieben. Das bedeutet einen Rückgang um 1,5 Prozent im Vergleich zum Wintersemester 2021/2022. Bei den Studienanfängern betrage der Rückgang 2,6 Prozent auf 87.000.

Über dieses Thema berichten wir im WDR-Hörfunk am 27.09.2022 ab 17.04 Uhr im Westblick auf WDR 5.

Weitere Themen