Waldbauern fordern Windkraft in Wäldern

Windräder im Wald

Waldbauern fordern Windkraft in Wäldern

  • Energie- und Forstwirtschaft wirbt für Windkraftnutzung in Wäldern
  • NRW-Landesregierung will Einschränkungen durchsetzen
  • Einnahmen aus Windkraft werden gebraucht

Die NRW-Landesregierung will den Bau von Windrädern in Waldgebieten einschränken. Von Waldbauern und der Windenergiebranche kommt nun Kritik an diesen Plänen.

Geld wird benötigt

In einem am Dienstag (04.06.2019) veröffentlichten Appell mehrerer Verbände heißt es, dass Windräder in Waldgebieten für die Energieversorgung wichtig seien. Außerdem könnten die Einnahmen den Waldbauern helfen, die finanziellen Folgen von Sturmschäden und Schädlingsbefall zu bewältigen.

Die CDU/FDP-Koalition will mit einer Änderung des Landentwicklungsplans den Bau von Windrädern im Wald einschränken. Der Wirtschaftsausschuss des Landtags berät am Mittwoch über diese Pläne.

Die Forstwirte stünden nach Stürmen wie Kyrill und der Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer unter finanziellem Druck, betonen die Verbände. Aktuell habe Holz stark an Wert verloren.

Gleichzeitig müssten sie für die Wiederaufforstung hohe Summen aufwenden, die erst in Jahren Gewinne abwerfen würden. Mit der Windenergie könnten diese kritischen Zeiten überbrückt werden.

Nur wenig Waldfläche für Windkraft

In NRW sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vom März 83 Windräder auf Waldflächen in Betrieb. Elf Windräder sind im Bau, drei weitere genehmigt. Damit wird insgesamt etwa eine Waldfläche von rund 5,5 Hektar für Windräder in Anspruch genommen. Zum Vergleich: Nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz nimmt Wald in NRW rund 935.000 Hektar ein.

Stand: 04.06.2019, 17:00