Verschärfungen für Windkraft in NRW kommen

Windkraftanlagen auf Wiese

Verschärfungen für Windkraft in NRW kommen

Von Christian Wolf

  • NRW-Koalition von CDU und FDP will Pläne zur Windkraft durchsetzen
  • Akzeptanz für die Nutzung der Windenergie soll erhöht werden
  • SPD und Grüne befürchten Behinderungen für Windenergie

Die schwarz-gelbe Koalition in NRW bleibt bei ihren Plänen zur Windkraft. Im zuständigen Wirtschaftsausschuss des Landtages haben Vertreter von CDU und FDP am Mittwoch (05.06.2019) klargestellt, dass es keine Änderungen geben werde. Noch vor der Sommerpause sollen die Regelungen verabschiedet werden.

So soll unter anderem der Bau von Windrädern im Wald eingeschränkt werden. Zudem ist ein Mindestabstand zu Wohngebieten von 1.500 Metern geplant. Bisher üblich sind Abstände von 600 bis 800 Metern.

Vorbehalte sollen abgebaut werden

Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann sagte, es gehe darum, die Akzeptanz für die Nutzung der Windenergie in der Bevölkerung zu erhöhen. Im Moment gebe es Vorbehalte. So fänden es Anwohner "grauenhaft", wenn für Windräder in Wäldern eine Schneise geschlagen werde.

SPD und Grüne kritisierten, dass der Ausbau der Windkraft dadurch "massiv" behindert werde. Zudem wurde bezweifelt, dass die Änderungen rechtlich sauber seien. Es könne deswegen zu Gerichtsverfahren kommen.

Bedrohen Windräder die Artenvielfalt?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 06.11.2018 06:20 Min. WDR 5

Download

Streit um Kiesgruben

Die Neuregelungen sind festgehalten im Landesentwicklungsplan. Darin wird auch der Abbau von Kies geregelt. Dieser soll verlängert werden. Daran gibt es vielfache Kritik. Etliche Städte haben bereits Klagen angekündigt.

Mehr Flächenverbrauch möglich

Gestrichen wird auch das so genannte Fünf-Hektar-Ziel, mit dem der Flächenverbrauch im Land auf fünf Hektar pro Tag begrenzt werden sollte. CDU und FDP verweisen darauf, dass es einen Bedarf an Wohnungen, Gewerbegebieten und für Infrastruktur gebe. SPD und Grüne fordern hingegen einen sparsam Umgang mit den Flächen im Land.

Stand: 05.06.2019, 16:36