NRW fordert 14-tägiges Widerrufsrecht für Handyverträge

Das Bild zeigt ein Smartphone.

NRW fordert 14-tägiges Widerrufsrecht für Handyverträge

  • NRW will Widerrufsrecht für Handyverträge
  • Tarifdetails in kurzer Zeit kaum zu verstehen
  • Antrag wird von Hessen unterstützt

Nordrhein-Westfalen setzt sich in Person von Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) für ein 14-tägiges Widerrufsrecht beim Abschluss von Mobilfunkverträgen ein. Unterstützt wird sie dabei aus Hessen. Zwar hatte der Bundesrat bereits 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst, passiert ist seitdem aber nichts.

Handyverträge häufig sehr kompliziert

Handyverträge seien oft sehr komplex und mit allen Tarifdetails in kurzer Zeit kaum zu verstehen, heißt es in dem Antrag von Donnerstag (23.05.2019). Stichproben der Verbraucherzentrale hätten zudem ergeben, dass nur in zehn Prozent der Fälle das vorgeschriebene Produktinformationsblatt ausgehändigt wurde. Daher ist die Gefahr, als Kunde überrumpelt zu werden, laut Antrag groß.

Für telefonisch oder im Internet abgeschlossene Verträge gilt das Widerrufsrecht bereits. Die Frage, ob man dieses auch auf Ladenkäufe ausdehnen soll, ist am Nachmittag auch Thema bei der Konferenz der Verbraucherschutzminister von Bund und Ländern in Mainz.

Stand: 23.05.2019, 15:17