Weniger Menschen in NRW bekommen Asylbewerberleistungen

Anerkennungsquote

Weniger Menschen in NRW bekommen Asylbewerberleistungen

  • Weniger Empfänger von Asylbewerberleistungen
  • Statistisches Landesamt veröffentlicht Zahlen
  • Bruttoausgaben von 910 Millionen Euro

Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen hat in NRW weiter abgenommen. 2018 erhielten noch 98.480 Menschen diese finanzielle Unterstützung zur Deckung des täglichen Bedarfs, wie das Statistische Landesamt am Montag (17.06.2019) mitteilte - fast 24.000 weniger als 2017.

Die Bruttoausgaben betrugen 910 Millionen Euro, etwa ein Viertel weniger als die Kosten im Vorjahr. Bereits 2017 war die Zahl der Leistungsempfänger deutlich gesunken - um rund ein Drittel im Vergleich zum Jahr davor.

Viele kommen aus dem Irak oder aus Afghanistan

Etwas mehr als die Hälfte der Empfänger kam aus asiatischen Staaten - speziell aus dem Irak (11,2 Prozent), Afghanistan (8,9 Prozent) und Syrien (5,4 Prozent). Rund ein Viertel der Zahlungen gingen an Menschen aus europäischen Staaten außerhalb der Europäischen Union wie Albanien und Serbien.

63,9 Prozent der Leistungsempfänger waren im Alter von 18 bis 64 Jahren. Die Mehrheit lebte in Gemeinschaftsunterkünften. Laut der Asyl-Jahresbilanz 2018 des Landesflüchtlingsministers Joachim Stamp (FDP), die dem Integrationsausschuss im vergangenen April vorgelegt wurden, sind auch die Asylbewerberzahlen weiter rückläufig.

"Asylbewerber in Gefängnissen nicht möglich"

WDR 5 Morgenecho - Interview 18.04.2019 05:22 Min. Verfügbar bis 17.04.2020 WDR 5

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Stand: 17.06.2019, 15:57