Milliarden für Wasserstoff-Ausbau in NRW

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Milliarden für Wasserstoff-Ausbau in NRW

Von Martina Koch

Im Rahmen einer europäischen Wasserstoff-Allianz sollen 10 neue Projekte aus NRW mit insgesamt 1,7 Milliarden Euro gefördert werden. Das hat NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in Düsseldorf erklärt.

Mehr als 230 Projekte hatten sich bundesweit beworben, aber der Bund hat nur ein knappes Viertel ausgewählt. Darüber entscheidet jetzt die EU-Kommission. NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart ist mit dem Anteil Nordrhein-Westfalens zufrieden und hofft auf den Zuschlag aus Brüssel. Die Unternehmen aus NRW hätten "eindrucksvoll ihr Innovationspotenzial an allen Punkten der Wertschöpfungskette Wasserstoff aufgezeigt", befand Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Mit Wasserstoff will das Land NRW seine Industrie klimaneutral umbauen. Deshalb stellt die Landesregierung für die 10 Projekte eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung.

Wasserstoff: NRWs Energiezukunft?

WDR 5 Morgenecho - Interview 18.05.2021 07:21 Min. Verfügbar bis 18.05.2022 WDR 5


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Mit Wasserstoff soll Stahl "grün" werden

Weg von der Kokskohle hin zu Wasserstoff – so will Thyssen-Krupp künftig Stahl in der NRW erzeugen. Ohne Kohlendioxid soll die Stahlproduktion so langfristig wettbewerbsfähig werden.

Andreas Pinkwart

NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP) setzt auf Wasserstoff

Erstmals soll ein öffentlich zugängliches Wasserstoffnetz aufgebaut werden. Der aus erneuerbaren Energien in Lingen hergestellte so genannte grüne Wasserstoff soll so zum Beispiel in den Chemiepark Marl und die Raffinerie Scholven in Gelsenkirchen gelangen.

Neue Jobs und zusätzliche Wasserstoffstankstellen

Durch den Ausstieg aus der Braunkohle werden tausende Jobs wegfallen. Jetzt will das Land über Chemieprojekte für Wasserstoff zumindest 400 neue Arbeitsplätze schaffen. Im schweren Güterverkehr sollen Brennstoffzellen-LKW die Zukunft sein. Noch fehlen die Wasserstofftankstellen dafür. Die sollen nun flächendeckend und grenzüberschreitend aufgebaut werden, kündigte das Land an.

Wirtschaftsminister Pinkwart sieht in dem europäischen Projekt die Chance für Europa weltweite zum führenden Kontinent für Wasserstofftechnologien zu werden. „Ein erster großer Schritt ist getan, aber es wäre gut, wenn weitere folgen würden“, so Pinkwart. Der Bund müsse dringend die Mittel aufstocken.

Stand: 28.05.2021, 15:00

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