Über 40 Prozent der Erwachsenen in NRW 2018 mit Fachabi oder Abitur

Symbolbild: Stempel mit dem Aufdruck "Abitur"

Über 40 Prozent der Erwachsenen in NRW 2018 mit Fachabi oder Abitur

  • Über 40 Prozent der Erwachsenen haben Abi oder Fachabi
  • Vor zehn Jahren waren es nur 34 Prozent
  • Knapp sechs Prozent ohne Schulabschluss

Ein großer Anteil der Menschen in NRW hat die Schule mit Fachabitur oder Abitur abgeschlossen. Exakt 43,4 Prozent der fast elf Millionen Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren wiesen 2018 die höchstmöglichen Schulabschlüsse auf, teilte das Statistische Landesamt am Montag (19.08.2019) mit.

Keinen Schulabschluss haben in dem Altersspektrum demnach 643.000 Menschen. Das entspricht einem Anteil von 5,9 Prozent. Jeweils gut ein Viertel erreichte einen Volksschul-/Hauptschulabschluss bzw. einen Realschulabschluss.

Vor zehn Jahren weinger Abiturienten

Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor lag der Anteil der Bevölkerung dieser Altersgruppe ohne Abschluss bei 5,6 Prozent. Einen Volksschul- oder Hauptschulabschluss hatten damals fast 36 Prozent, einen Realschulabschluss rund 25 Prozent. Fachabi oder Abitur konnten 34 Prozent nachweisen.

Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. So hatten von den 3,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund knapp 38 Prozent die Fachhoch- oder Hochschulreife als höchsten Schulabschluss in der Tasche. Bei den 7,6 Millionen ohne Migrationshintergrund erreichten dies fast 46 Prozent.

Die Realschule verließen 21 Prozent der Menschen mit ausländischen Wurzeln mit einem Abschluss. Bei den 18- bis 64-Jährigen ohne ausländische Herkunft waren dies fast 28 Prozent.

Wer in de Zählung einbezogen wurde

In die Zählung einbezogen wurden nur Menschen, die zum Zeitpunkt der Erhebung keine Schule besuchten. Personen mit Migrationshintergrund sind für die Statistiker Menschen ohne deutschen Pass, Personen, die seit 1950 zugewandert sind, sowie Personen mit mindestens einem zugewanderten Elternteil.

Stand: 19.08.2019, 17:21