Verkehrsminister Wüst will ein Ticket für alles

Verkehrsminister Wüst will ein Ticket für alles

Von Nina Magoley

  • Bessere Straßenplanung, mehr Personal
  • Maßnahmen gegen Verkehrsprobleme in NRW
  • Verkehrsminister Wüst stellt Pläne vor

Das sei ein Unding, begann Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Freitagmorgen (27.10.2017) in Düsseldorf direkt: "Wenn Sie in den Bus steigen und ein NRW-weit gültiges Ticket kaufen wollen, ist das so gut wie unmöglich." Zwar gibt es ein solches Ticket, man kann es aber nicht überall kaufen.

Es fehle an einer effektiven digitalen Vernetzung der Verkehrsmittel, empörte er sich. Es müsse möglich sein, überall im Land jederzeit ein E-Ticket kaufen zu können, das für Bus, Bahn, Eisenbahn gleichermaßen und durch alle Verkehrsverbünde durch gültig ist.

"Menschen für den ÖPNV begeistern"

Verkehrsstau A3

Täglich viele Kilometer Stau in NRW

Auch andere Anbieter etwa von Car-Sharing oder ausleihbaren Elektro-Rollern - wie das Düsseldorfer Konzept "Eddy" - müssten stärker einbezogen werden und auch außerhalb der großen Städte nutzbar sein. Da sei die digitale Vernetzung doch "eine Riesenchance, die Menschen für den ÖPNV zu begeistern".

Fragen und offene Antworten

Mit welchen Mitteln will Wüst die Verkehrsverbünde dazu bringen, einen gemeinsamen Service anzubieten? Wie könnte eine Vernetzung aller Nahverkehrs-Angebote effektiv gelingen? Details dazu ließ Wüst offen. Seine Antwort statt dessen: "Ich will das haben."

Mehr Stellen für die Straßenplanung

Konkretere Maßnahmen konnte der Minister beim Thema Straßenplanung nennen. Bessere Straßenplanung brauche mehr Personal, erklärte Wüst. Daher habe die Landesregierung 50 neue Ingenieurs- und Planerstellen für den Straßenbau geschaffen - unbefristet.

Damit erhöht sich die Zahl der Ingenieure und Techniker im Landesstraßenbau auf rund 1.700. Um auch externe Firmen einspannen zu können, gebe es außerdem zusätzliches Geld "in zweistelliger Millionenhöhe", sagte Wüst.

Mehr Straßenbauprojekte umsetzen

Außerdem habe er vor, in den ersten zwölf Monaten seiner Amtszeit 12 Planfeststellungsbeschlüsse zu Straßenbauprojekten auf den Weg zu bringen, sagte Wüst. Der Vorgängerregierung war von der Opposition immer vorgeworfen worden, das zur Verfügung stehende Geld vom Bund nicht abrufen zu können, weil die meisten der anstehenden Projekte noch nicht planungsreif gewesen seien.

Wirklich "neue" Verkehrspolitik in NRW?

WDR 5 Morgenecho - Kommentar | 28.10.2017 | 02:14 Min.

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Stand: 27.10.2017, 17:14