Schluss mit dem Fotografieren unter Röcke

Grafik: Handy am Stick fotografiert unter einen Rock

Schluss mit dem Fotografieren unter Röcke

Von Rainer Striewski

  • "Upskirting" soll künftig strafbar sein
  • NRW, Bayern und Baden-Württemberg legen Gesetzentwurf vor
  • Auch der Bund plant entsprechende Regelung

Das sogenannte "Upskirting", also das unbefugte Fotografieren unter Röcke und Kleider von Frauen, soll schon bald strafbar werden. Der im Juni von NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) ankündigte Gesetzentwurf soll noch im September dem Bundesrat vorgelegt werden. Zuvor muss er noch von den einbringenden Landesregierungen Bayern, Baden-Württemberg und NRW beschlossen werden.

Bis zu zwei Jahre Gefängnis

Wer per "Upskirting" absichtlich eine Bildaufnahme des Intimbereichs einer anderen Person unbefugt herstellt, soll künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden können.

"Bei der gegenwärtigen Rechtslage hängt das Vorliegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit von eher zufälligen Sachverhaltsumständen ab", erklärte NRW-Justizminister Biesenbach am Donnerstag (12.09.2019).

Auch Bund bereitet Gesetz vor

Nach geltendem Recht sind entsprechende Aufnahmen in der Regel nicht strafbar - es sei denn, das Opfer hält sich in einer Wohnung auf und die Aufnahmen verletzen damit den "höchstpersönlichen Lebensbereich".

Auch Bundesjustizministerin Chrstine Lambrecht (SPD) will das heimliche Fotografieren per Gesetz unter Strafe stellen. "Aktuell erarbeiten wir Vorschläge, wie eine solche Strafnorm aussehen kann, und wollen das zügig umsetzen", erklärte sie.

Härtere Strafen für Upskirting gefordert WDR aktuell 09.05.2019 02:31 Min. Verfügbar bis 09.05.2020 WDR Von Mathea Schülke

Stand: 12.09.2019, 11:31