Hochwasserlage in NRW noch nie so verheerend

Die neue NRW-Ministerin für Umwelt  Ursula Heinen-Esser

Hochwasserlage in NRW noch nie so verheerend

Seit Aufzeichnung der Pegelstände hat es laut Umweltministerin Heinen-Esser noch nie eine so verheerende Hochwasserlage in NRW gegeben. Sie will nun über Konsequenzen beraten.

Sie werde die aktuelle Lage mit den betroffenen Kommunen und Wasserverbänden in den nächsten Wochen genau analysieren, kündigte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Freitag an. "Wir müssen mit aller Kraft die Widerstandsfähigkeit in Stadt und Land gegen die Folgen des Klimawandels stärken", so die Ministerin auf einer Pressekonferenz.

Es müsse mehr Starkregenkonzepte geben und mehr Grün in den Städten, damit das Wasser ablaufen könne, betonte Heinen-Esser dabei. Außerdem brauche es eine Verbesserung des Hochwasserschutzes an kleineren Flüssen.

Starkregen-Ereignisse werden sich wiederholen

Das Außergewöhnliche an der Situation der vergangenen Tage wären die großen, heftigen Starkregenzellen gewesen, die sich viel länger als sonst gehalten hätten, erklärte Bernd Mehlig vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV).

Messstationen wie zum Beispiel in Hagen hätten demnach heftige Regenfälle an zwei Tagen hintereinander gezeigt - insgesamt mehr als 240 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. "In normalen Jahren fallen im NRW-Durchschnitt im gesamten Juli nur rund 80 Liter", so Mehlig. In Zukunft müsse man damit womöglich häufiger rechnen, ergänzte Guido Halbig vom Deutschen Wetterdienst.

Hochwasser: "NRW tut am meisten gegen den Klimawandel"

WDR 5 Mittagsecho 16.07.2021 05:23 Min. Verfügbar bis 16.07.2022 WDR 5


Download

Stand: 16.07.2021, 16:07

Weitere Themen