Feinstaub, Stickoxide, Smog - worum geht es dabei?

Feinstaub im Haushalt Doc Esser - Der Gesundheitscheck 20.02.2019 05:14 Min. UT Verfügbar bis 20.02.2020 WDR

Feinstaub, Stickoxide, Smog - worum geht es dabei?

Luftverschmutzung wird ein immer größeres Problem. Was bedeuten Feinstaub, Stockoxide oder Ozon? Eine kurze Übersicht.

Wenn es um (schlechte) Luft geht, werden oft verschiedene Substanzen durcheinandergeworfen. Eigentlich kein Wunder: Luft ist ein Gasgemisch, also ein Gemisch von Stoffen, und daher werden oft auch gleichzeitig unterschiedliche problematische Substanzen zeitgleich wirksam.

1. Feinstaub

Die Abkürzung für Feinstaub ist PM (steht für Engl.: particulate matter). Das sind ultrafeine Staubpartikel aus Verbrennungsprozessen. Sie entstehen aber auch durch Abrieb von Autoreifen, Bremsen und Straßenbelag sowie als Abgase aus der Industrie. Je nach Größe der Partikel, kann Feinstaub bis ins Lungengewebe und bis in den Blutkreislauf eindringen.

Feinstaub kann Schleimhautreizungen und Entzündungen in Luftröhre, Bronchien oder den Lungenbläschen auslösen. Auch die Plaquebildung in den Blutgefäßen und die Thromboseneigung können verstärkt werden. Durch Feinstaub scheint die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, zu steigen. Auch zur Bildung anderer Krebserkrankungen kann Feinstaub beitragen.

2. Stickoxid

Stickstoffoxide, auch Stickoxide genannt, sind verschiedene Substanzen, die aus Stickstoff (N) und Sauerstoff (O) zusammengesetzt sind. Die wichtigsten Verbindungen sind Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2). Stickoxide (NOx) entstehen bei Verbrennungsprozessen, in Ballungsgebieten ist der Verkehr der wichtigste Verursacher.

Stickoxide sind Reizgase und vor allem für Menschen mit Atemwegserkrankungen, für ältere Menschen und Kinder ein Problem. Stickoxide können Entzündungsprozesse im Körper auslösen, zu Atemwegserkrankungen führen bzw. Vorerkrankungen verstärken.

3. Ozon

In 20 bis 30 km Höhe bildet das Spurengas Ozon (Chemische Zusammensetzung: O3) die schützende Ozonschicht. In Bodennnähe wirkt das Gas anders: es wird in Reaktion mit anderen Stoffen gebildet (vor allem aus Stickoxiden) und wird daher als sekundärer Schadstoff bezeichnet. Beim Menschen kann Ozon die Lungenfunktion einschränken, zu entzündlichen Reaktionen und damit zu Atemwegsbeschwerden führen. Ozon steht im Verdacht, Krebs auszulösen.

4. Smog

Smog ist ein zusammengesetztes Wort aus den Begriffen Smoke (engl. für Rauch) und Fog (Engl. für Nebel). Es beschreibt den Zustand schadstoffbelasteter Luft, meist in in Verbindung mit ungünstiger Witterung: hoher Konzentration an Luftschadstoffen in Kombination mit einer so genannten Inversions-Wetterlage, bei der die Luftmassen stabil geschichtet sind, sich nicht vermischen und somit sich auch die Schadstoffe in Bodennähe konzentrieren. Beim Wintersmog ist die problematische Substanz meist das Stickstoffdioxid (NO2), beim Sommersmog das Ozon (O3).

Stand: 21.02.2018, 01:00