Universitäten starten Kooperation gegen Ärztemangel

Arzt mit Arztkoffer mitten im Kornfeld

Universitäten starten Kooperation gegen Ärztemangel

  • Universitäten Bonn und Siegen wollen Mediziner gemeinsam ausbilden
  • Ab dem Wintersemester 2018/19 startet die Kooperation
  • Praxissemester sollen in mobilen Praxen erfolgen
  • Land unterstützt mit jährlich bis zu 6,5 Millionen

Die Universitäten Bonn und Siegen haben sich auf eine gemeinsame Ausbildung für 25 Studenten und Studentinnen geeinigt. Ab dem Wintersemester 2018/2019 startet der Studiengang "Humanmedizin". 25 Studierende bleiben ab dann die ersten sechs Semester in der rheinischen Stadt, bevor sie an die südwestfälische Hochschule wechseln.

Mobile Praxen mit digitalem Schwerpunkt

In Siegen sollen sie dann Praxiserfahrungen sammeln. Die Universität hat dazu vier Kooperationskliniken, die gemeinsam vier mobile Praxen betreiben. Mit diesen können die Ärzte und Ärztinnen in die Landkreise fahren. Und auch die Nachwuchsmediziner und -medizinerinnen gelangen so zu den Patienten in den ländlichen Gebieten. Außerdem gibt es an der Uni Siegen digitale Forschungszweige, wie die Telemedizin. Damit soll ein digitaler und flexibler Einsatz möglich sein.

Bis zu 6,5 Millionen Euro vom Land

Holger Burckhart, der Siegener Rektor, sagte, dieses Projekt könne helfen, ein anderes Verständnis für die Arbeit auf dem Land zu schaffen. Der Studiengang solle helfen, dass Ärzte in abgelegeneren Regionen nicht auf eine eigene Präsenzpraxis festgelegt sind.

Die parteilose Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hofft, mit dem Projekt könne den "Anforderungen für eine digitale Hochleistungsversorgung" Rechnung getragen werden. Die Landesregierung will sich jährlich mit bis zu 6,5 Millionen an der Kooperation beteiligen.

Stand: 14.03.2018, 15:43