Wald in NRW soll klimafester werden

Vertrocknete Stileiche

Wald in NRW soll klimafester werden

  • "Internationaler Tag der Wälder" am Mittwoch (21.03.)
  • Viele Baumarten im vergangenen Jahr unter Stress geraten
  • Umweltministerin wiederholt Förderzusagen

Die Trockenheit im Sommer, die Stürme im Winter und Frühjahr und zuletzt die Massenvermehrung des Borkenkäfers haben in den Wäldern NRWs deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. "Derzeit benötigt die Waldwirtschaft akute Hilfe", betonte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Montag (18.03.2019).

Zusätzliche Förderung für Waldwirtschaft

Anlässlich des Internationalen Tages der Wälder am Mittwoch wiederholte Heinen-Esser ihre Absicht, zusammen mit dem Bund die Waldwirtschaft in diesem Jahr mit 1,2 Millionen Euro zusätzlich zu unterstützen. Für die folgenden vier Jahre sollen weitere 550.000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt werden. Der Wald müsse langfristig klimafester werden, so die Ministerin.

Die Waldwirtschaft hört das gern: "Mit den Schwierigkeiten, die gegenwärtig auf dem Wald und unserem Holzmarkt lasten, dürfen die Waldbauern nicht alleine gelassen werden", betonte etwa Philipp Freiherr Heereman, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW.

Borkenkäfer nicht abgestorben

Nach Angaben des Umweltministeriums sind im vergangenen Jahr alle Baumarten unter Stress geraten, vor allem die auf kühles und feuchtes Klima spezialisierte Fichte. Zudem zeigten erste Forschungsergebnisse in diesem Jahr, dass viele Borkenkäfer bis jetzt den Winter überlebt hätten.

Kampf gegen den Borkenkäfer

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 14.03.2019 04:06 Min. Verfügbar bis 12.03.2020 WDR 5 Von Corina Wegler-Pöttgen

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Der 21. März wurde erstmals 1971 Jahren von der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, als "Tag des Waldes" ausgerufen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto "Wald und Bildung".

Stand: 18.03.2019, 17:00