Bund gibt Geld nach dem Aus von Steinkohlekraftwerken

Steinkohlekraftwerk Westfalen

Bund gibt Geld nach dem Aus von Steinkohlekraftwerken

Fünf Städte und Kreise im Ruhrgebiet können auf gesonderte Strukturhilfen des Bundes hoffen, wenn die dort betriebenen Steinkohlekraftwerke abgeschaltet werden.

Nach WDR-Informationen vom Donnerstag (11.04.2019) haben sich die Bundesregierung und die Länder auf ein Verfahren geeinigt, von dem die Standorte mehrerer Steinkohlekraftwerke im Ruhrgebiet profitieren können.

Fördergelder fließen nach diesem Verfahren dann, wenn – so die genaue Definition - der wirtschaftliche „Effekt  durch eine Abschaltung des Kraftwerks bei über 0,2 Prozent der Wertschöpfung in der betroffenen Gebietskörperschaft“ liegt.

Die Summen und Zeitpläne noch unklar

Konkret bedeutet das: In NRW können die Städte Hamm, Duisburg, Herne, Gelsenkirchen und der Landkreis Unna mit Extrahilfen rechnen.

Wie hoch diese Finanzspritzen sein werden und wann genau die jeweiligen Kraftwerke dort vom Netz gehen, ist noch völlig offen. Darüber wird in den kommenden Monaten verhandelt.

In den Braunkohleregionen, in NRW also im Rheinischen Revier, ist die Sache längst klar: In den kommenden 20 Jahren werden Milliardenhilfen des Bundes hierhin fließen, um Kraftwerksabschaltungen und Strukturwandel zu finanzieren.

Stand: 11.04.2019, 12:05