NRW will Gründerinnen fördern

Ein Pfeil zeigt auf einer Konferenz den Weg zur Bühne für Start-ups

NRW will Gründerinnen fördern

  • Maßnahmen gegen rückläufige Gründungszahlen
  • Stipendia von 1.000 Euro monatlich
  • Frauen-Anteil soll auf 33 Prozent steigen

Die NRW-Regierung hat am Donnerstag (18.07.2019) eine neue Phase der Gründungsförderung gestartet. "Durch bessere Bedingungen wollen wir den bundesweit seit Jahren rückläufigen Gründungszahlen entgegenwirken", sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in Düsseldorf. In den nächsten fünf Jahren wolle man bundesweit die meisten Start-ups hervorbringen.

Dieses Ziel will die Regierung mit einem Paket von 64 Maßnahmen erreichen. Ein neuer Akzent werde beim weiblichen Unternehmertum gesetzt. Der Anteil der Gründerinnen solle von derzeit 31 Prozent auf mindestens 33 erhöht werden.

Mehr Wagniskapital über NRW-Bank

Durch dynamische Start-ups sollten "die Chancen des digitalen Wandels für Wachstum und Beschäftigung" im Land besser genutzt werden. Bereits bekannte Maßnahmen wie das Existenzgründer-Stipendia in Höhe von 1.000 Euro monatlich und das "Gewerbe-Service.Portal.NRW", auf dem Gründer unkompliziert und rund um die Uhr ihr Gewerbe anmelden können, werden fortgeführt. Zudem sollen die Wagniskapitalinvestitionen in Start-ups bis 2022 auf eine halbe Milliarde Euro wachsen und damit gegenüber 2017 verfünffacht werden - dies auch über die landeseigene NRW-Bank.

Weibliche Gründerpräsenz soll stärker werden

Nur etwa jede dritte Firma wird in NRW von einer Frau gegründet. Häufig geht es hier zum Beispiel um Friseursalons. Bei der Erhöhung des Frauen-Anteils sollen vor allem Bereiche in den Blick genommen werden, in denen die weibliche Gründerpräsenz noch viel schwächer ist als besagte 31 Prozent - bei Digitalstart-ups sind es zum Beispiel nur 10,9 Prozent.

Gründer von Start-Ups riskieren oft viel

WDR 2 Sonntagsfragen 23.06.2019 23:57 Min. Verfügbar bis 22.06.2020 WDR 2

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Stand: 18.07.2019, 19:34