Batterieforschungsfabrik kommt nach Münster

Labor des Batterieforschungszentrums MEET in Münster

Batterieforschungsfabrik kommt nach Münster

  • Forschungsfabrik für Batteriezellproduktion in NRW
  • Land fördert Projekt mit 200 Millionen Euro
  • Bund gibt insgesamt 500 Millionen für Batterietechnologie

Die Konkurrenz aus Süddeutschland, aus Sachsen und Niedersachsen war groß. Aber am Ende hat sich NRW durchgesetzt. In Münster, da wo seit Jahren bereits an der Zukunft der Batterietechnik gearbeitet wird, soll die neue Forschungsfertigung entstehen. Ein Außen-Campus für Batterie-Recycling ist in Ibbenbüren geplant.

"Tausende" neue Arbeitsplätze

Die Entscheidung für Münster gab Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Freitag (28.06.2019) in Berlin bekannt. NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart rechnet mittelfristig mit "tausenden" neuen Arbeitsplätzen. Vor allem durch Firmen, die sich im Umfeld ansiedeln werden. Die Forschungsfabrik selbst wird etwa 150 Wissenschaftler und Techniker beschäftigen.

Ziel der neuen Forschungsfabrik wird es vor allem sein, Batterien zu entwickeln, die leistungsfähiger, leichter und umweltfreundlicher sind. Das Land NRW beteiligt sich mit 200 Millionen Euro an der Einrichtung.

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"Unser klares Ziel ist: Nordrhein-Westfalen soll zum Vorreiter, Antreiber und Impulsgeber der Elektromobilität werden", sagte Ministerpräsident Armin Laschet. Die Ansiedlung der Forschungsfabrik in Nordrhein-Westfalen sei ein Meilenstein.

Der Bund will die Forschung mit insgesamt 500 Millionen Euro unterstützen. Neben Münster als Hauptforschungsstandort profitieren davon auch Salzgitter, Ulm, Karlsruhe und Augsburg. Die Bundesregierung möchte dafür sorgen, dass möglichst der gesamte Wertschöpfungsprozess in Deutschland gehalten wird, vom Bau einzelner Teile bis zur Wiederverwertung.

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Zusammenarbeit Münster, Aachen und Jülich

NRW hatte sich nach Angaben der Landesregierung mit einem Forschungskonsortium unter Federführung des Münster Electrochemical Energy Technology (MEET, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) gemeinsam mit dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich beworben.

Einrichtung und Betrieb der Forschungsfertigung sollen durch die Fraunhofer-Gesellschaft erfolgen.

Karliczek, die aus Ibbenbüren in der Nähe von Münster kommt, räumte ein, dass die Wahl des Hauptstandortes für sie eine sensible Entscheidung gewesen sei. Allerdings habe sie sich aus der Diskussion über die sechs in Frage kommenden Bewerbungen bis zuletzt herausgehalten.

Für Münster habe letztlich auch das Recyclingkonzept gesprochen, argumentierte sie. Die Wiederverwertung soll in Ibbenbüren aufgezogen werden. Dies könne dort dann eine Alternative zur mittlerweile eingestellten Steinkohleförderung sein.

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