Stamp kritisiert Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte

Pressekonferenz: Integrationsminister Joachim Stamp

Stamp kritisiert Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte

  • Eckpunkte für Zuwanderungsgesetz von Großer Koalition festgelegt
  • Ziel des Gesetzes: Deutschland attraktiver machen für Fachkräfte
  • NRW-Minister Stamp kritisiert Maßnahmen als unzureichend

Am Dienstag (02.10.2018) hatte sich die Große Koalition auf Eckpunkte für das Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte geeinigt. Der Integrationsminister Nordrhein-Westfalens, Joachim Stamp (FDP), hält die Pläne der Bundesregierung allerdings für unzureichend.

"Wir brauchen insgesamt ein Einwanderungs- und Aufenthaltsgesetzbuch, das die ganzen Komplexe von Asyl, Kriegsflüchtlingen, gezielter Einwanderung und Integration widerspruchsfrei durchdekliniert und festschreibt", erklärte er gegenüber der Zeitung "Welt" am Freitag (05.10.2018). Ähnlich wie beim Sozialgesetzbuch brauche es mehrere Kapitel, die aufeinander aufbauen, sagte Stamp.

"Gegen Kriminelle vorgehen, Integrierte halten"

Der FDP-Politiker bekräftigte zudem, dass man "die gut Integrierten halten und konsequent gegen Gefährder und Kriminelle vorgehen" wolle.

Im Kern geht es bei dem geplanten Fachkräfteeinwanderungsgesetz darum, dass Deutschland für qualifizierte internationale Fachkräfte attraktiver wird. So sollen Abschlüsse schneller anerkannt und das Lernen der deutschen Sprache bereits im Ausland erleichtert werden.

Stand: 05.10.2018, 11:25