NRW verkauft seine Spielbanken

Silvester Griechenland Roulette

NRW verkauft seine Spielbanken

  • Kabinett beschließt Verkauf der NRW-Spielbanken
  • Spielbankabgabe soll erhalten bleiben
  • Kunstwerke bleiben im Landesbesitz

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat den Weg für den Verkauf der landeseigenen Spielbanken frei gemacht. Auf Vorschlag des Finanzministeriums soll die Gesellschaft Westspiel mit vier NRW-Casinos in Duisburg, Dortmund, Aachen und Bad Oeynhausen und der Spielbank in Bremen privatisiert werden. Das hat das Kabinett am Dienstag (08.05.2018) beschlossen.

"Der Staat muss nicht am Roulettetisch sitzen"

Für den Verkauf ist eine europaweite Ausschreibung geplant. "Aus unserer Sicht müssen weder eine Förderbank noch der Staat am Roulettetisch sitzen", sagte Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU). Die staatliche Aufsicht über die Casinos müsse aber verstärkt werden. Die Interessen der Beschäftigten würden berücksichtigt, so Lienenkämper.

NRW will Westspiel-Casinos privatisieren

WDR 2 | 30.04.2018 | 02:07 Min.

Download

Spielbankabgabe soll erhalten bleiben

Der Minister sagte auch zu, die Spielbankabgabe zu erhalten. Westspiel führt bisher pro Jahr durchschnittlich rund 30 Millionen Euro Abgaben an das Land ab. Die vier Kommunen, die Standort der Spielbanken sind, erhalten davon zusammen ein Betrag von rund zehn Millionen Euro. Der Rest des Geldes fließt an die Stiftung Wohlfahrtspflege. Im Haushaltsjahr 2018 sind das rund 20,6 Millionen Euro.

Die rund 200 Kunstwerke im Besitz von Westspiel, darunter Werke von Andy Warhol, werden nicht verkauft. Die Kunst soll für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Stand: 08.05.2018, 16:46