SPD/Grüne kritisieren NRW-Pläne zum Fach "Wirtschaft"

Wirtschaft als Unterrichtsfach

SPD/Grüne kritisieren NRW-Pläne zum Fach "Wirtschaft"

  • SPD und Grüne sind gegen Ausbau des Fachs "Wirtschaft"
  • "Ökonomische Bildung in ausreichendem Maße" im Lehrplan
  • Grundverständnis von Demokratie sei etwa viel wichtiger

Sozialdemokraten und Grüne im NRW-Landtag stellen sich gegen Pläne der schwarz-gelben Landesregierung, das Fach "Wirtschaft" an den Schulen des Landes auszubauen. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte ihr Konzept Ende November vorgestellt.

Demnach soll es das Fach "Wirtschaft-Politik" an Gymnasien schon vom Sommer 2019 an geben, ein Jahr später an allen weiterführenden Schulen des Landes.

Nach Ansicht von Sozialdemokraten und Grünen erfüllt die FDP-Schulministerin damit vor allem Wünsche der Unternehmer-Verbände, nicht aber die von Schülern und Lehrern. Schulpolitikerin Sigrid Beer (Grüne) sagte, an den Schulen bestehe der Wunsch, die bestehenden Fächer vertieft behandeln zu können, und nicht, sie auszuweiten.

"Politikunterricht kommt oft zu kurz"

Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ergänzt: "Die Kernlehrpläne sehen jetzt schon ökonomische Bildung in ausreichendem Maße vor." Dagegen komme der Politikunterricht oft zu kurz.

So nehme in den bisherigen Kombinations-Fächern wie Gesellschaftswissenschaften oder Politik/Wirtschaft das Fach Politik nur etwa ein Drittel der Zeit ein. In den Klassen fünf bis zehn liege der Politik-Anteil bei einem Prozent am Gesamtunterricht.

Grüne vermissen Lehrplan und ausgebildete Lehrer

Die grüne Schulpolitikerin Sigrid Beer warf der Landesregierung vor, an den Schulen für Verwirrung zu sorgen. Es gebe derzeit weder ausgearbeitete Lehrpläne noch genügend ausgebildete Lehrer für die Ausweitung des Wirtschafts-Unterrichtes.

Wirtschaft als Unterrichtsfach

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 26.11.2018 03:58 Min. Verfügbar bis 26.11.2023 WDR 5

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Stand: 10.12.2018, 15:22