Neuer CDU-Chef: NRW-SPD erwartet GroKo-Aus

Drei Herren im Anzug an drei Pulten mit Mikros, vor ihnen viele Journalisten mit Mikros und Kameras

Neuer CDU-Chef: NRW-SPD erwartet GroKo-Aus

  • SPD-Landeschef Hartmann kritisiert Merz und Spahn
  • Fraktionschef Kutschaty sieht auch "AKK" kritisch
  • Große Koalition vor dem Ende?

Durch den anstehenden Führungswechsel in der Bundes-CDU sieht die NRW-SPD die große Koalition gefährdet. "Eine Zusammenarbeit mit Friedrich Merz mit einem Aufwasch seiner neoliberalen Agenda aus den 90ern kann ich mir kaum vorstellen", sagte der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen SPD, Sebastian Hartmann, der "Rhein-Neckar-Zeitung" vom Freitag (09.11.2018).

Thomas Kutschaty, Sebastian Hartmann

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (l.), Landesvorsitzender Sebastian Hartmann

Merz habe in seiner aktiven Zeit im Bundestag die 42-Stunden-Woche einführen und die Gewerkschaften schleifen wollen. "Das ist keine Erneuerung. Merz ist von gestern", sagte Hartmann, der auch Bundestagsabgeordneter ist. Auch im Fall eines Sieges von Gesundheitsminister Jens Spahn stellte Hartmann die Fortsetzung der GroKo in Frage.

Kramp-Karrenbauer: "Stabilität hängt von Sicherheit ab"

WDR 5 Morgenecho - Interview | 09.11.2018 | 07:17 Min.

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Kutschaty: Alle drei Bewerber schwierig

Auch der Fraktionschef der Sozialdemokraten im NRW-Landtag, Thomas Kutschaty, sieht Annegret Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn sehr kritisch: "Es wird mit allen drei schwierig. Die CDU wird konservativer und nach rechts rücken. Die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden wird die GroKo verändern bis beenden."

Kutschaty hatte bereits am Dienstag (06.11.2018) eine rasche Entscheidung der SPD zur GroKo gefordert.

Stand: 09.11.2018, 12:56