NRW-SPD: Preiswert wohnen im Hochhaus

NRW-SPD: Preiswert wohnen im Hochhaus

Von Rainer Striewski

  • SPD fordert mehr geförderten Wohnraum in NRW
  • Land soll beim Wohnungsbau flexibler werden
  • Bauministerin kündigt Entgegenkommen an

Es betrifft längst nicht nur die "Hot Spots" Köln, Bonn oder Düsseldorf: Wohnen wird in NRW immer teurer. Das bekommen besonders Geringverdiener zu spüren. Sie sollten eigentlich vom Sozialen Wohnungsbau profitieren - wenn es denn genügend geförderte Wohnungen gäbe. Nach Angaben der NRW-SPD ist der öffentlich geförderte Mietwohnungsbau in NRW aber seit 2016 um 34 Prozent zurückgegangen.

Neue Hochhäuser für NRW

Für die SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag ist deshalb klar: "Die Wohnungsbaupolitik der Landesregierung ist gescheitert." Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) hätte bislang einen stärkeren Akzent auf die Förderung von neuen Eigenheimen gelegt. Das sei falsch gewesen, erklärte SPD-Fraktionsvize Jochen Ott am Dienstag (02.04.2019).

SPD fordert mehr sozialen Mietwohnungsbau

WDR 5 Westblick - aktuell 02.04.2019 00:59 Min. Verfügbar bis 01.04.2020 WDR 5

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In der kommenden Woche will die SPD im Düsseldorfer Landtag unter anderem fordern, die soziale Wohnraumförderung neu auszurichten. So sollte es künftig einfacher möglich sein, zum Beispiel Hochhäuser mit bis zu zehn Stockwerken in NRW zu errichten - "allerdings, ohne die Fehler der 70er-Jahre zu wiederholen", betonte Ott. Wichtig sei hier eine Durchmischung, also ein Mix aus Sozialwohnungen und frei finanziertem Wohnraum.

Bauministerin will Maßnahmen überprüfen

Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte vier Mieterschutz-Verordnungen eigentlich zum 31. Mai auslaufen lassen wollen. Nach Protest des Mieterbündnisses "Wir wollen wohnen!" will NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) die Verordnungen nun zunächst auf ihre Wirksamkeit prüfen lassen.

Stand: 02.04.2019, 15:29