Umweltministerin: "Der Waldzustand ist katastrophal"

Ursula Heinen-Esser, 14.06.2018

Umweltministerin: "Der Waldzustand ist katastrophal"

Von Christoph Ullrich

  • Umweltministerin Heinen-Esser (CDU) sieht Gefahr für den Wald in NRW
  • Zustand sei "schlicht katastrophal"
  • Ökologisch könnte der Borkenkäferbefall enorme Folgen haben

Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sieht deutliche Gefahren für den Wald in Nordrhein-Westfalen. Dem WDR sagte sie, sein Zustand sei "schlicht katastrophal." Durch Umwelteinflüsse breite sich der Borkenkäfer immer stärker aus. Die Plage sei historisch, heißt es zudem in einem schriftlichen Statement der Politikerin.

Zu viel Totholz

Experten im Umweltministerium sehen dabei den Höchststand des Befalls noch nicht gekommen, so die Ministerin. Der könne eventuell erst in einem Jahr erreicht sein. Das Problem sei derzeit, dass abgestorbenes Holz, auf dem sich der Schädling ausbreitet, nicht schnell genug aus dem Wald geholt werde. Es fehlten Lagerflächen und qualifiziertes Personal.

Laut aktuellen Zahlen des Ministeriums sind bereits neun Millionen Kubikmeter Holz betroffen, das entspricht einer Fläche fast so groß wie das Stadtgebiet von Essen.

Die Situation im Wald ist katastrophal!

WDR 5 Westblick - aktuell 28.08.2019 12:26 Min. Verfügbar bis 27.08.2020 WDR 5

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Ministerin will mehr Waldflächen in NRW

Zur Unterstützung der Waldbesitzer hat die Landesregierung Hilfen in Höhe von 6,2 Millionen Euro bereit gestellt. Außerdem soll es im November eine Konferenz geben, in der die Situation des Waldes diskutiert wird.

Der Wald müsse bald wieder aufgeforstet werden. "NRW braucht mehr Wald, um klimaschädliches CO2 aus der Luft zu holen", so Heinen-Esser. Man müsse den Wald schützen und noch mehr große Flächen, um ein Mittel gegen den Klimawandel zu haben.

Stand: 28.08.2019, 15:10